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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 94. Band, (Jahrgang 1879)

Die  Kosmologie  und  allgemeine  Naturlehre  des  Roger  Baco.

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christlich  gewordene  Zeit  als  die  Zeit  der  Erfüllung,  als  das
höhere  Complement  der  in  der  Einheit  des  christlichen  Gedankens ­
  zusanimengefassten  Bestrebungen  der  gesummten  vorchristlichen ­
  Völker  und  Culturen  auffasst,  einen  ganz  anderen
Maassstab  an  die  irdische  Menschenzeit  an,  als  jene  Betrachtungsweise, ­
  welche  die  menschliche  Geschichte  zu  einem  selbstständigen ­
  in  sich  abgeschlossenen  Gebiete  von  Erfahrungen
machen  will,  das  für  sich  eine  neue  höhere  Welt  auf  Grund
der  irdisch-sinnlichen  Erfahrungswelt  constituiren  soll.  Der
Gedanke  jener  Evolutionen,  die  auf  Grund  der  aus  dem  vorchristlichen ­
  Alterthum  überkommenen  Cultür  in  der  christlich
gewordenen  Zeit  vor  sich  gehen,  und  zu  welchen  sich  die
Entwickelungen  der  vorchristlichen  Zeit  und  Welt  als  blosse
Vorstufen  verhalten  sollten,  konnte  erst  in  einem  Zeitalter  eintreten,
  welchem  klar  geworden  war,  dass  auch  die  seitherigen,
in  die  christliche  Weltzeit  fallenden  Entwickelungen  nur  als
die  Anfänge  und  Vorstufen  viel  umfassenderer  Entwickelungen
anzusehen  seien,  die  wir  wohl  ahnen  aber  mit  unseren  Gedanken
vorläufig  gar  nicht  umspannen  können.  Es  ist  kein  Zweifel,
dass  erst  die  Ueberwindung  des  geoeentrischen  Standpunktes
der  physikalischen  Weltbetrachtung  in  Verbindung  mit  den
weiter  hervortretenden  Einblicken  in  die  vorausgegangenen
Perioden  der  Erdentwickelung  den  Gedanken  reifen  machte,
es  möge  die  Erde  zu  einem  Schauplatze  cultureller  Entwickelungen ­
  bestimmt  sein,  in  welchem  sich  ein  Erfahrungsgebiet
von  derselben  unbegränzten  Weite  wie  jenes  der  äusseren
sinnlichen  Naturwirklichkeit  aufthue,  nur  dass  hier  die  Weite
nicht  in  der  räumlichen  Ausdehnung,  sondern  in  der  unabsehbar
grossen  Fülle  der  als  möglich  und  wahrscheinlich  bevorstehenden ­
  eulturellen  Evolutionen  zu  suchen  ist.  Wenn  alles  vorhandene ­
  Stoffliche  als  Mittel  und  Vehikel  geistiger  und  sittlicher ­
  Evolutionen  zu  dienen  hat,  so  wird  die  zeitlich-irdische
Menschheitsentwickelung  wohl  erst  dann  an  ihrem  Ende  angelangt ­
  sein,  wenn  alle  dem  Menschen  von  der  sinnlich-natürlichen ­
  Wirklichkeit  dargebotene  Mittel  seiner  geistig-ethischen
Entwickelung  erschöpft  und  verbraucht  sein  werden;  die  zeitliche ­
  Menschheitsentwickelung  muss  einen  der  Massenhaftigkeit
und  Fülle  der  von  der  sinnlichen  Daseinswirklichkeit  dargebotenen ­
  Mittel  entsprechenden  Umfang  und.  Inhalt  ihrer
            
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