Die Kosmologie und allgemeine Naturlehre des Koger Baco.
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Licht und Roth, Roth und Schwarz fasst, woraus sich wie bei
Aristoteles drei zwischen Licht und Schwarz liegende Farben
als Hauptfarben des Regenbogens ergeben. 1 Eine andere Frage
ist, ob es dem Sinne des Aristoteles gemäss sei, wenn Baco
die Dreizahl der Hauptfarben des Regenbogens unter Berufung
auf eine Stelle im aristotelischen Werke de Coelo 2 aus einem
alles Seiende, das Göttliche und die kosmische Wirklichkeit
beherrschenden Gesetze der Dreizahl deduciren will.
Die von Baco ausgesprochene Ansicht, dass die Regenbogenfarben
ein rein subjectives Phänomen seien, machte auf
seine mit Naturforschung beschäftigten Ordensgenossen in England
Eindruck, und schien ihnen einer ernstlichen Discussion
werth. Der englische Franciscaner Simon Tunsted, der muthmassliche
Verfasser eines unter die Werke des Duns Scotus 3
aufgenommenen Commentars über die aristotelischen Libros Meteorum
erörtert mit unverkennbarer Bezugnahme auf Baco die
Frage, 1 in wie weit und in welchem Sinne man die Irisfarben
für eine rein subjective Apperception zu halten berechtiget sei.
Für die von Baco vertretene Ansicht spreche, dass die Irisfarben
als distincte Farben erscheinen, und doch jeder einzelne aus
mehreren Betrachtern diese distincten Farben an einem anderen
Orte sehe als die anderen Betrachter neben ihm; 5 dass die
wirkliche Farbe ein beharrendes Phänomen sei, 0 während man
beim Regenbogen ein innerhalb eines bestimmten Zeitquantums
statthabendes Entstehen und Vergehen unzähliger Farben an-1
Vgl. Aristot. Meteor. III, p. 375 a, lin. 1: ij "pi? -pi'/pco; cpouVExai s/.axs'pa
ulv, evavxtto? os. (Diese drei Farben sind das tsoivucouv, jxpdotvov, cb.oupyo'v.)
2 Coel. I, p. 268 a, lin. 7 ff.
3 Sielio Duns Scoti Opp. (ed. Wadding) als Zugabe zu Tom. 111: Moteorologicorum
Libri quatuor, zusammt den kritischen Vorbemerkungen
Waddings.
4 Meteor. III, qu. 8.
5 Quilibet videt suam propriam iridem .... apparet circumferentia Superior
iridis uni homini, quae apparet alicui alteri medium suae iridis, et alicui
circumferentia infima suae iridis. Igitur si illi sunt veri eolores realiter
existentes, sequitur quod in eodem situ per se erunt omnes eolores iridis,
et per illud arguitur, quod omnes essent in eadem parte nubis. Aber:
Iris repraesentatur nobis secundum eolores distinctos, et non secundum
eolores confusos. L. c.
6 Color non corrumpitur nisi consequente alteratione primarum qualitatum,
quae non possunt subito alterari. Ibid.