Die Kosmologie und allgemeine Naturlehre des Roger Baco.
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Sternkörpern, welche das von der Sonne ausgehende Licht
innerlich in sich aufnehmen und es gleich angezündeten Kerzen
ausstrahlen, und zwischen anderen, welche das von der Sonne
ausgehende Licht nicht innerlich in sich aufnehmen, sondern
an ihren Oberflächen zurückwerfen, wie die kleinen dichtgehäuften
Sterne der Milchstrasse. Diese Unterscheidung zwischen
Selbstleuchtern und anderen bloss von Aussen beglänzten Sternen
lässt Baco, wie wir bereits wissen, nicht gelten; eben so wenig
kann er von seinem Standpunkt aus den Gründen zustimmen,
durch welche Albert zu erweisen sucht, dass die Sterne zufolge
ihrer grösseren Dichtigkeit eine Leuchtkraft entwickeln, deren
die Sphären, welchen sie eingefügt sind, entbehren. 1 Denn das
Licht ist nach Baco nicht, wie Albert annimmt, eine der himmlischen
Körperlichkeit als solcher eignende Forma, sondern den
Sternkörpern als active Qualität eingeschaffen. In Bezug auf das
Phänomen der Milchstrasse halten Baco und Albert gemeinsam
an der Aristotelischen Ansicht fest, 2 dass die Lichtwirkung der
die Milchstrasse constituirenden kleinen Sterne auf unser Auge
durch die Feuersphäre vermittelt werde; 3 nur ist Baco bemüht,
das Phänomen genauer zu erklären, und zwischen der objectiven
Beschaffenheit und subjectiven Appercöption desselben schärfer
zu unterscheiden. Während das Ineinandcrtliessen des Lichtes
der Sterne der Milchstrasse Albert als ein objectiver Sachverhalt
erscheint, 1 erklärt es Baco als eine subjective Apperception des
1 Ubi coelum est tenue et perspieuum — sagt Albert 1. c. — sicut in
stellis, hoc contingit in illo, quod confortetur motus ejus, quod movet
forma corporali materiam activorum et passivorum, eo quod stella in orbe
est amplioris efficaciae, quam ceterae partes orbis, et cum moveat per
quarititatem et lumen suum, oportet quod ibi confortetur actus sui instrumenti,
et per illud inspissatur ibi.
2 Vgl. Aristot. Meteor. I, c. 8.
3 Aristoteles stellt das Phänomen der Milchstrasse in Parallele mit den
Kometen: Tb sayaxov xou dipot; obva|j.iv dyzi Txjpoc, (bars xrj xtv/jaei oiaxpivopivou
xoü ac'po; a::oxpi'vsaQai roiaur/jv auaxaaiv, oiav xai xou<; xo|j.r]ra^
aareoas; sivai <pa[j.cv EuXoyov, e'tKßp 7j svo; aarpou xi'vqaig (bezieht sich
auf die Höfe um Sonne und Mond), xai xrjv xwv aTxavxwv xroieiv xi xoioüxov
xai explosiv, xai r.pot; xouxoi^ exi xaO’ ov xo'-ov Txuxvo'xara xai -Xsiaxa xai
(ibyiaxa xuy/avouaiv ovxa xtov aaxpwv. Meteor. I, p. 345 b, lin. 33 ff.
4 Illae stellae fixae sunt in orbe, ita quod quaedam tangant alias et suscipiunt
spiendorem a sole et insuper lumen eorum in se diffunditur, et ab
una in alteram diffusum continuatur. Meteor. I, tr. 2, c. 5.