50
Pfizmaier.
Der Falke macht als Kaubvogel Angriffe und ist ein Bild
der Diener des Kriegerstandes. Die Gans hat zwar Federn
und Flügel rein und makellos, kann aber nicht weit fliegen.
Sie lässt sich zu Erfassen und Angriff nicht brauchen, sie
taugt für die Küche, sonst für nichts.
Im zwölften Monate des ersten Jahres des Zeitraumes
Kuang-khi (885 n. Chr.) war auf dem Berge ^ Tsi-tsin
bei Ping-lö in Hiä-tscheu ein Fasan mit zwei Köpfen, welche
gegen den Rücken gekehrt waren und mit dem Halse zusammenhingen.
Er setzte sich auf das Vordach der Scheune von Tsitsin.
Einige Monate später kamen mehrere hundert Fasanen,
kämpften mit ihm und tödteten ihn.
Im ersten Monate des zweiten Jahres desselben Zeitraumes
(886 n. Chr.) liessen in der Wildniss von m m Hu-tsch’ing,
Bezirk ( ^ ) 1 Min, Fasanen und Habichte in der Nacht
ihre Stimme ertönen.
Im siebenten Monate desselben Jahres verbrannte auf dem
Berge .4* % Tschung-tiao eine Elster ihr Nest.
Im siebenten Monate des dritten Jahres desselben Zeitraumes
(887 n. Chr.) verbrannte eine Elster wieder ihr Nest.
Die von King-fang verfassten Ueberlieferungen von den
Verwandlungen sagen: Wenn der Gebieter der Menschen hart
und quälerisch ist, so verbrennen die Vögel ihr Haus.
Im zehnten Monate desselben Jahres kämpften zu
U-tsch’ing in Tse-tscheu Eulen mit Habichten und tödteten
einander.
Im zweiten Jahre des Zeitraumes Kuang-hoa (899 n. Chr.)
verwüstete ^|J ^ ^ Lieu-jin-kung, bemessender Abgesandter
des Abschnittsrohres für |&|£| Yeu-tscheu, den Landstrich J§|
Pei und zog fort. In der Nacht flogen mehrere Zehende von
Nachtfalken in sein Zelt. Man verscheuchte sie, aber sie kamen
wieder.
Zu den Zeiten des Kaisers Tschao-tsung baute ein kahler
Kranich sein Nest in einer Ecke der Vorhalle des inneren
Palastes. Der Kaiser sah es und erschoss ihn mit einem Pfeil6.
Im zweiten Jahre des Zeitraumes Thien-fö (902 n. Chr.)
befand sich der Kaiser in Fung-tsiang. Im eilften Monate dieses
1 In den hier dargelegten Zeichen wird durch eingeschlossen.