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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 94. Band, (Jahrgang 1879)

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Werner.

stirne  die  Träger  dieser  Wirkungen. 1  Sofern  die  durch  den
schiefen  Zirkel  der  Ekliptik  gehende  Bewegung  des  Himmels
in  einer  speciellen  Beziehung  zu  den  Processen  der  tellurischen
Bildungen  und  Alterationen  steht,  müssen  natürlich  die  Gestirne ­
  der  Thierkreisbilder  einen  ganz  besonderen  Einfluss
auf  dieselben  nehmen.  Von  den  zwölf  Zeichen  des  Thierkreises
wirken  das  erste,  fünfte,  neunte  eine  feurige  Disposition,  das
zweite,  sechste,  zehnte  eine  erdhafte,  das  dritte,  siebente,  eilfte
eine  luftartige,  das  vierte,  achte  und  zwölfte  eine  wässerige
Disposition.  Das  erste,  vierte,  siebente,  zehnte  Zeichen  sind
die  Signa  mobilia,  in  welchen  sich  die  vier  Hauptcomplexionen
aller  Dinge  erneuern,  nämlich  das  Warme  und  Peuchte  im
ersten,  das  Warme  und  Trockene  im  vierten,  das  Kalte  und
Trockene  im  siebenten,  das  Kalte  und  Feuchte  im  zehnten.
Das  zweite  Zeichen  in  der  ersten  Zeichentriade  und  die  demselben ­
  entsprechenden  Zeichen  in  den  drei  übrigen  Triaden
heissen  Signa  fixa,  weil  in  ihnen  die  Complexionen  sich  befestigen ­
  ;  das  dritte  Zeichen  und  die  ihnen  entsprechenden
Zeichen  in  den  übrigen  Triaden  heissen  Signa  communia,  weil
in  ihnen  der  Uebergang  in  eine  neue  Complexion  sich  anbahnt,
also  von  der  alten  und  von  der  neuen  etwas  vorhanden  ist.
Die  Planeten  unterscheiden  sich  primär  von  einander  durch
ihre  physischen  Qualitäten,  mittelst  deren  sie  die  denselben
entsprechenden  Zuständlichkeiten  im  tellurischen  Dasein  wirken.
Der  trockenkalte  Saturn  ist  Ursache  aller  Trägheit  und  Erstorbenheit,
  ingleichen  wirkt  der  heisstrockene  Mars  zerstörend;
beide  Planeten  heissen  darum  Unglücksplaneten.  Jupiter  und
Venus  sind  warmfeucht,  ersterer  in  höherem  Grade  als  letztere,
daher  er  noch  wohlthätiger  als  die  Venus  wirkt.  Merkur  hält
die  Mitte  zwischen  den  wohlthätigen  und  den  schlimmwirkenden ­
  Planeten  und  ist  wandelbarer  Natur.  Der  Mond  ist  feuchtkalt. ­
  Von  der  Sonne  geht  die  Lebens-  und  Zeugungswärme
alles  irdischen  Lebendigen  aus,  daher  ihre  warmtrockene  Natur
von  der  verderblichen  des  Mars  wesentlich  verschieden  ist.
Obschon  durch  ihre  eigenen  Qualitäten  wirkend,  werden  die
Planeten  auch  von  jenen  der  Thierkreisbilder  beeinflusst,
1  Sunt  1022  stellae  fixae  ....  quae  liabent  virtutes  varias  in  calore,
frigore,  liumore  et  siccilate  et  Omnibus  aliis  passionibus  et  alterationibus
naturalibus.  Op.  maj.,  p.  277,
            
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