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W er u er.
selbsteigene Bewegung iu entgegengesetzter Richtung durch
den Zodiakalkreis geht, so dass im Sternhimmel, der acht
Himmel umfasst (Fixsternhimmel und Planetensphären) das
Reich der difformen Bewegungen sich aufthut. 1 Albert rückt
also sowohl den neunten als auch den zehnten Himmel um
eine Stufe höher hinauf als Baco, 2 welcher von einem unbewegten
klimmel schlechthin nicht weiss, und die beiden obersten
Himmel nur nach ihrem Causalverhältniss zu den Bewegungen
in den acht übrigen Himmeln ins Auge fasst. Auch in Bezug
auf die stoffliche Beschaffenheit der obersten Himmelskreise
gehen Baco’s und Alberts Ansichten auseinander. Bei Albert
zeigt sich das unverkennbare Bestreben, auch in dieser Hinsicht
seine Lieblingsidee von einem durch successive Uebergänge
vermittelten gradweisen Abwärtsschreiten von einer obersten,
ans Geistige grunzenden vollkommensten Stofflichkeit bis herab
zur Materialität der sublunaren Welt durchzuführen; die Materie
des Empyreum ist reiner Lichtstoff, jene des Coelum aqueum
vom Lichte durchgeistete flüssige Materie, 3 im Bereiche des
Sternhimmels beginnt die feste Körperlichkeit (Firmament);
insgemein aber habe man sich die gegensätzlichen Beschaffenheiten
der himmlischen und irdischen Materialität aus Fixirungen
der ursprünglichen Diremtion des Grundstoffes der
Weltbildung in eine himmlische und irdische Materie zu
erklären. 4 Baco kennt keinen Process der Weltwerdung, und
1 Quat. Coaeq., qu. 13, art. 2 u. 3.
2 Albert bleibt sich indess hierin nicht vollkommen gleich; als Commentator
des Aristoteles (Metaph. XI, c. 2ö; Coel. et Mund. II, tr. 2, c. 6)
legt er dem obersten Himmel eine Bewegung (motus diurnus), dem neunten
Himmel zwei Bewegungen (motus diurnus und zodiaealis) bei.
3 Coelum aqueum erit in sublirai, kabens subtile pro materia, perspicuum
sive diaphanum pro dispositione materiali, et luminosum pro forma complente.
Quat. Coaeq., qu. 12, art. 1.
4 Aqua bedeutet nach Albert 1. c. in 1 Mös. 1, 2 die ursprüngliche noch
ungeschiedene chaotische Materie: Materia illa indeterminata est in se
et terminatur ad distinctam formam et distinctum locum .... Distinguitur
per locum, quando lucem divisit a tenebris et aquas super firmamentum
ab illis sub firmamento Cum igitur aqua illa in se habeat contrarius
differentias sub confusione et mixtura .... secundum nobiliores
difforentias elevabitur sursum, et secundum ignobiliores descendet deorsum.
Nobilissimae autem differentiae sunt, quae competunt quinto corpori non
transmutabiliter, et illae sunt tres: .Subtile, luminosum, perspicuum.