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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 94. Band, (Jahrgang 1879)

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Werner.

in  den  Himmelskreisen  Unterscheidbare  geltend.  Alle  einzelnen
Himmel  sind  specifiscli  von  einander  unterschieden;  von  den
einzelnen  Himmeln  sind  wieder  die  ihnen  eingefügten  Sternkörper, ­
  und  in  noch  höherem  Grade  diese  selber  von  einander
verschieden. 1  Die  Welt  enthält  die  gesammte  Materie  in  uno
individuo  in  sich,  so  dass  nicht  mehrere  Welten  sein  können;
sie  kann  dies  nicht  von  sich  haben,  da  sie  nicht  als  Ein  Körper,
sondern  in  einer  Mehrheit  von  Körpern  besteht;  sie  hat  es  also
von  diesen  mehreren  Körpern  als  ihren  discreten  Theilen,  sie  ist
etwas  primär  in  der  gesonderten  Verschiedenheit  dieser  Theile
Gegebenes,  der  Weltkreis  (Orbis  =  Mundus)  etwas  in  einer
Vielheit  von  Orbes  Existirendes.  Der  Orbis  oder  Mundus  verhält ­
  sich  demnach  nicht  als  generische  Potenzialität  zu  einer
aus  ihm  hervorgegangenen  individuellen  Mehrheit  von  Orbes;
also  sind  die  einzelnen  Orbes  nicht  etwa  Individuen  einer
allgemeinen  Species,  sondern  jeder  für  sich  selbst  eine  besondere ­
  Species. 2  Dies  gilt  bereits  von  den  Elementensphären;
es  muss  also  in  noch  höherem  Grade  von  den  Himmelskreisen
gelten,  die  weit  vollkommener  sind  als  die  elementarische
Welt, 3  es  muss  in  höchstem  Grade  von  den  einzelnen  Sternkörpern ­
  gelten. 4
1  Diese  Aeusserung  ist  speciell  gegen  Messehalak  gerichtet,  dessen  Ansicht
nach  Albertus  Magnus  (Coel.  et  Mund.  II,  tr.  3,  c.  4)  ist,  dass  alle  Gestirne ­
  und  überhaupt  der  gesammte  Himmel  als  Corpus  quintuin  unius
naturae  et  speciei  sei.  Albert  vertheidiget  die  speeifische  Verschiedenheit
der  Sterne  unter  einander,  aber  die  speeifische  Einheit  derselben  mit  den
Orbes,  welchen  sie  eingefügt  sind:  Quia  stella  est  quasi  dignior  pars
orbis,  cui  praesidet  motor  orbis  et  per  ipsum  influxit  motum  in  totum
orbem;  et  ideo  omnes  aliae  partes  referuntur  ad  stellas,  et  non  dift'erunt
ab  aliis  partibus  specie,  quia  species  est  motor,  qui  dat  speciem  toti  orbi
per  stellam,  sicut  anima  dat  esse  per  cor  animali,  quia  cor  est  principium
animalis.
2  Commun.  Natur.  II,  pars  4,  c.  4.
3  Mundus  occupat  totam  materiam  suam  in  uno  individuo,  ergo  non  est
potentiale,  ut  sint  plures  orbes  individuales  in  una  specie  orbis.  Item
hoc  videmus  de  orbibns  elementaribus,  ergo  a  simili  multo  magis  in
coelestibus  propter  eorum  imperfectionem.  Multitudo  individuorum  sub
una  specie  est  propter  imperfectionem.  L.  c.
4  Aristoteles  dicit  2  Anim.,  quod  diversitas  effectuum  secundum  speciem
sequitur  ad  diversitatem  naturarum  specificam.  Orbes  coelorum  et  elementorum
  occupant  totam  naturam  suam  in  uno  individuo.  Ergo  similiter
stella,  quae  nobilior  est.  Commun.  Natur.  II,  pars  4,  c.  G.
            
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