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W erner.
secundum quodlibet signum, 1 einerseits richtig, andererseits
unrichtig sein soll. Mau sagt, er soll als wahr gelten, wenn
er sensu compositivo, als unwahr wenn er sensu divisivo genommen
wird. Er ist jedoch auch in ersterem Sinne unwahr,
weil er auch in diesem Falle nicht eine blosse logische Denkmöglichkeit,
sondern ein actuelles Statthaben ausdrückt. 2 Man
sagt ferner, der bezügliche Satz sei wohl unwahr, wenn er in
collectivem Sinne verstanden werde, in divisivem Sinne verstanden
sei er aber richtig. Die hier in Anwendung gebrachte
Unterscheidung ist logisch ungereimt, weil das sprachlich im
Numerus singularis angezeigte Signum distributivum sprachriehtig
nicht in collectivem Sinne verstanden werden kann. 3
Man sagt endlich, die Richtigkeit des angeführten Satzes sei
durch die Stellung des Wortes Possibile in demselben bedingt;
stehe Possibile am Anfänge des Satzes, so sei derselbe allerdings
unrichtig, richtig aber, wenn Possibile seine Stellung am
Ende des Satzes habe: Continuum dividi secundum quodlibet
signum est possibile. In diesem letzteren Falle soll nämlich
ausgedrückt sein, dass die Theilung des Continuum einer
successiven Actualisirung unterworfen sei, also nicht in einem
gleichzeitigen Simultanacte sich vollziehe. Duns Scotus erwidert,
dass die sprachlich logische Fassung des Satzes nicht die
successive niemals zur vollkommenen Wirklichkeit werdende
Theilung des Continuum, sondern vielmehr den irgend einmal
in der That vollkommen actualisirten Vollzug der Theilung im
Auge habe. 4 Allerdings ist kein bestimmter Moment angedeutet,
in welchem die vollkommen actualisirte Theilung statthaben
soll, er wird vielmehr in unbestimmter Weise involvirt; dies
1 Bezüglich des Ausdruckes Signum vgl. Duns Scot. Gramm, spec., c. 6:
Dicitur signum per rationem signandi vel repraesentandi aliquid absolute.
2 Necesse est accipiendo extrema pro eodem tempore vel pro alio, quod
possibilitas dicat modum compositionis unientis extrema. Sentt. II, dist. 2,
qu. 9, n. 23.
3 Nee secunda responsio aliquid valet, quia illa non habet locum, nisi
accepto hoc siguo ,omnis‘ in plurali, sicut ibi: ,Omnes Apostoli Dei sunt
duodecim 1 . L. c.
4 Iiesponsio non videtur multum logica, quia modus compositionis, puta
possibilitas, non videtur posse distribui ad plures possibilitates sive impossibilitates
pro pluribus instantibus possibilibus seu incompossibilibus,
et non uotaretur praedicatum uniri subjeeto pro aliquo uno iustanti. L. c.