Die Kosmologie und allgemeine Naturlehre des Roger ßaco.
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Actioneu der Engel für unanwendbar zu erklären, und fordert
daher, dass wir uns beim Denken über die Verhältnisse der
geistigen Welt aller unserer Vorstellungen von Zeit und Raum
entäussern. 1 Er bedient sieh der aristotelischen Sätze über
Zeit, Raum und Bewegung einzig zu dem Ende, um mittelst
derselben zu zeigen, dass sie, auf körperlose Wesen angewendet,
in unlösliche Widersprüche verwickeln. Er stellt somit auch
eine an die Succession der Zeit gebundene räumliche Bewegung
des Engels in Abrede. Duns Scotus ‘ 2 seinerseits behauptet
die Möglichkeit einer solchen Bewegung, und deducirt
sie daraus, dass der Engel seinem Wesen nach einer bestimmten
Ubification fähig ist, ohne zugleich das Vermögen einer unbegränzten
Ubification zu haben, da er nicht gleich Gott ein
Ens immensum ist. Er nimmt daher die von Baco in blosse
Vorstellungen unseres imaginativen Denkens umgedeuteten Bewegungen
der Geister und Seelen als wirkliche Bewegungen,
und erklärt, dass es des Engels nicht unwürdig sei, eine
Perfection an sich zu haben, welche im Range niederer als
sein Wesen steht. 3 Auch sei es unrichtig zu meinen, dass
der Engel als ein Ens indivisibile eines Motus continuus nicht
fähig sei. Baco setzte die doppelte Alternative, dass der Engel
in einem untheilbaren, oder in einem theilbaren Raumpunkte
ubicire, und fand, dass im ersteren Falle gar keine Bewegung,
in letzterem Falle wohl eine Bewegung aber keine Ortsvertauschung
gedacht werden könnte, weil ein divisibler Raumpunkt
überhaupt nicht als wirklicher Ort des indivisiblen Ens
gedacht werden könne. Duns Scotus lässt die letztere Alter-1
Aristoteles tlicit, quod omnis intelfectus noster est cum continuo et
tempore, quia nihil primo aspectu concipimus nisi quanta, ut quae quantitate
continua mensurantur intrinseca, quae est trina dimensio, et quae
quantitate extrinseca extenduntur, ut sunt temporalia quae sub tempore
cadunt. Et ideo spiritualia et permauentia in suo esse invariabili non
percipimus primo mentis intuitu, nee aliquo modo, nisi quando abstraxerimus
animum a corporalibus et transiverimus haec. Op. tert., c. 61.
2 Sentt. II, dist. 2, qu. 9.
3 Angelus habet intellectionem, quae est perfectio potentiae intellectivae et
tarnen tarnen intellectio est simpliciter ignobilior sive imperfectior natura
augelica; et ita potest coneedi de ubi vel praesentia corporali cum angelo
quod sit aliqua perfectio augeli. L. c. n. 9.