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Werner.
Lehrstühle durch die Mendicantenorden zurück; denn in den
theologischen Werken der Lehrer dieser Orden findet sich
jene Aufstellung durch eine andere davon völlig verschiedene
ersetzt, die Illocalität der Engel wird einfach abgeworfen.
Allerdings findet sich bei Baco’s Ordensgenossen Alexander
Halesius noch die zuvor an Baco gerügte äusserliche Nebeneinanderstellung
der Geistigkeit und der activen Raumfassung,
die eine wesentliche Proprietät der geistigen Wesenheit als
solcher ist. Gott besitzt seiner Natur nach — sagt Alexander 1
— die zwei Eigenschaften, dass er Omnia continens und dass
er allüberall ist. Die zweite der beiden Eigenschaften ist an
sich incommunicabel, die erstere vermag Gott nur an die
körperliche Creatur mitzutheilen, mit dem Unterschiede jedoch,
dass dasjenige, was Gott in ungetheilter Unendlichkeit eigen
ist, der körperlichen Creatur nur in getheilter Endlichkeit und
zwar nach der Rangverschiedenheit der Körper mehr oder
weniger zu Theil werden kann. Der Himmel hat per eminentiam
an jener göttlichen Eigenschaft Theil, daher er sogar zum Orte
der Engel wird, aber freilich nicht zufolge seiner Natur als
Körper, sondern zufolge dessen, dass es ihm von Gott verliehen
ist, alles Geschaffene zu continiren. Man begreift, dass
Baco 2 durch diese Auskunft sich nicht befriediget finden mochte,
ja gerade durch sie auf seine Behauptung einer absoluten Uloealität
der Engel hingetrieben wurde; gegenüber der auf die
Behauptung der Denknothwendigkeit eines höchsten körperlichen
Umschlusses des Weltganzen hindrängenden Anschauung
Alexanders, 3 die er von der sinnlichen Imagination beherrscht
erklärt, besteht er darauf, dass das Continirtwerden des Einen
im Anderen in gar keinem denknothwendigen Zusammenhänge
1 Summ, theol. II, qu. 32.
2 Bezüglich seines Urtheiles über Alexanders Summa theologica siehe:
Psychologie etc. des Roger Baco. S. 500, Anm. 1.
3 Vgl. Alexander Summa theologica, 1. c.: In corporibus videmus, quod
contenta corpora sunt possibilia respectu continentium et per continentiam
terminantur. Unde ipsum continens est corpus superius; seeundum
quod dicimus, quod aqua continet terram, aer aquam, ignis aerem, coelum
omnia elemeuta; et ponimus etiam ipsa corpora superiora, prout sunt
oontinentia, esse sicut species respectu inferiorum. Unde in corporalibus
semper ponimus aliquam formalem naturain ex parte coutinentis.