Die Kosmologie und allgemeine Naturlehre des Koger Baeo.
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schlossen sein. Durch diese von ihm angenommene absolute
AuSserräumlichkeit sieht sich Baco in Schwierigkeiten verwickelt,
von welchen er selber gesteht, dass er sie nicht zu lösen vermöge.
Denn mit der absoluten Ausserräumlichkeit der Geister
verträgt sich nicht die ihnen als Boten Gottes in der Bibel
beigelegte Bewegung im Baume. Man könne wohl, bemerkt
Baco, 1 dem Buche de Causis gemäss die Auskunft treffen,
dass der in seinem Wesen unbewegte ausserräumliche Engel
vermöge seiner Wirksamkeit an einem bestimmten Orte anwesend
sei und von einem Orte zum anderen sich bewege.
Dann aber muss wieder die Frage aufgeworfen werden, ob
ihm hiemit nicht das Vermögen einer geistigen Allgegenwart
und somit gleich Gott eine Potentia infinita zuerkannt werde.
Die letztere Consequenz wurde von Baco zurückgewiesen; wäre
der Weltraum unendlich, so würde der Engel nicht allüberall
zugleich gegenwärtig sein können, weil er ein Wesen finitae
potentiae ist. Damit ist aber indirect zugestanden, dass er in
einer endlichen Welt allüberall gegenwärtig sein könne. Der
Unterschied seiner Allgegenwart von jener Gottes besteht nach
Baco nur darin, dass der Engel sozusagen nur negativ allüberall
gegenwärtig ist, sofern es für ihn als Geist überhaupt
keine Entfernung gibt, Gott aber als Continens omnia et singula
per praesentiam majestatis affirmativ allgegenwärtig ist. Diese
seltsame Distinction beweist, dass Baco der Begriff des Geistes
fehlt; der Geist ist nicht ein unräumliches, sondern ein überräumliches
Wesen, und der Begriff Gottes als des absoluten
Continens ergibt sich aus seiner absoluten Ueberräumlichkeit.
Die rein negative Fassung der Unräumlichkeit des Geistes
macht denselben zu einem leeren Gedankendinge; und Baco
fasst die Potentia infinita Gottes, aus welcher er Gottes positive
Allgegenwart ableitet, rein äusserlich auf, wenn er sie, statt
sie aus der absoluten Geistigkeit Gottes abzuleiten, neben dieselbe
als eine besondere Eigenschaft des göttlichen Seins und
Wesens hinstellt. Baco bezeichnet die Distinction zwischen
negativer und positiver Allgegenwart des Geistes als eine Aufstellung
Pariser Theologen. Wie sonst so häufig, greift er auch
in diesem Punkte auf die Zeit vor der Besetzung der Pariser
1 Op. cit., c. 49.