Werner.
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des Schöpfers bezeichnet, so steht dies im entschiedenen Gegensätze
zu der mit dem Formbegriffe des Aristoteles vergesellschafteten
Naturtheologie desselben, welche die Hervorbringung
der höheren vollendeten Form als das Ziel der Strebethätigkeit
der Natur bezeichnet. Wie sehr immerhin bei Aristoteles
das irdische Geschehen durch himmlische Einwirkungen bedingt
ist, so führt ihn doch eine gewisse poetisch-sinnige Auffassung
des Naturdaseius dahin, in die sublunarische Weltsphäre
schaffende Antriebe göttlicher Art und Natur zu verlegen,
welche die ihm mangelnde philosophische Idee der Naturlebendigkeit
ersetzen. Baco weiss wohl von Naturgeheimnissen
und Naturwundern, es fehlt ihm aber trotzdem an dem Sinne
für eine lebendige Auffassung der Natur; der Hunger der
Materie nach der Form ist kein geeigneter Ansatz für eine
aus dem gebildeten Formensinne hervorgegangene Belebung
des Naturgedankens, und die fast ans Fatalistische anstreifende
Bedingtheit des irdischen Geschehens durch die siderischen
Causalitäten ist eher danach angethan, den letzten Schein einer
poetisch lebendigen Auffassung der Erdnatur zu zerstören. Weit
mehr Sinn hat Baco für die auf die Beachtung der Maass- und
Zahlverhältnisse der Natur gegründete musikalische Auffassung
der kosmischen Wirklichkeit als eines grossen Tonwerkes voll
wunderbarer Harmonien, in dessen Idee in der That die
Weltbetrachtung seines vorherrschend mathematisch gebildeten
Denkens gipfelt.
Gibt sich Baco nach dieser Seite als scholastischer Neupythagoräer
zu erkennen, so tritt im Gegensätze hiezu bei
Albert eine unverkennbare Hinneigung zu platonischen Anschauungen
hervor, die ihm ihrerseits wieder den Anhaltspunkt
zu einer entschiedeneren Betonung des Formprincipes
der aus Materie und Form zusammengesetzten Substanzen darbieten,
1 so dass das Wesen des Dinges eigentlichst durch
1 A substantia composita per formara materiam continentem et terminantem
fluunt virtutes in materia, et ab ipsis causantur formae accidentales in
composito. Et ideo quaedam istarum i'ormarum sequuntur formam sicut
potentiae naturales, quaedam autem sequuntur materiam sicut impotentiae,
et quaedam causantur a passionibus vel actionibus subjecti sic constituti.
Metaph. VII, tr. 5, c. 10.