Din Kosmologie und allgemeine Nai uriehre des Roger Baco.
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Fall ist. Der Formgedanke hat ihm zunächst wenigstens für
die irdischen Dinge nicht mehr so sehr eine ontologisch-metaphysische,
als vielmehr eine logische Bedeutung; die Form ist
nicht ein reales Gestaltungsprincip der Dinge, sondern vielmehr
dasjenige, wodurch uns der Art- und Wesensunterschied
der Dinge kenntlich wird; die sogenannte Materia prima der
irdischen Welt ist ihm nicht eine blosse Potenzialität ohne
Wirklichkeit, sondern die bereits gestaltete Körperlichkeit als
solche, die er sich überdies in der primären Distinction von
elementarer und gemischter Körperlichkeit als den zwei denknothwendigen
Grundspecificationen der irdischen Körperlichkeit
unmittelbar gegeben denkt. Da es kein gestaltgebendes
Formprincip gibt, so müssen wir uns diese primäre Grundspecitication
der irdischen Körperlichkeit unmittelbar durch die
göttliche Machtwirksamkeit vollzogen denken, und in gleicher
Weise auch die gesammte weiter folgende Gestaltung der
irdischen Stofflichkeit bis zum Menschen hinan erklären. Die
causalen Einflüsse des Himmels werden nur auf die bereits
gestalteten und geformten Sonderdinge der irdischen Welt,
auf die Generationen und Alterationen in der bereits fertig
vorhandenen irdischen Daseinssphäre bezogen werden können.
Damit vollzieht sich die Abscheidung der Weltlehre Bacos
von der aristotelischen im Sinne des christlichen Creationsgedankens,
der freilich in geistig höchst verengter Bedeutung
verstanden wird, wenn Gott, wie man nach Baco fast unabweislich
anzunehmen hat, zum unmittelbaren Macher der Prototypen
aller irdischen Sonderdinge gemacht wird. Er sieht sich
zu dieser Annahme durch seinen Antiplatonismus hingedrängt;
ein reales Formprincip der Dinge ausser Gott annehmen, hiesse
sich zu der von Aristoteles widerlegten platonischen Ideenlehre
bekennen. Gott selber aber zum. unmittelbaren Formprincip
der Sinnendinge machen, wäre eine noch grössere
Denkverirrung; Gott kann nicht in eine Zusammensetzung mit
den corruptiblen Dingen in solcher Art eingehen, dass er einen
Theil derselben constituirte. 1 Also gibt es überhaupt keine
von dem Körperdinge als solchem sachlich verschiedene Formursache,
wofern man nicht eben den göttlichen Denkwillen
1 Commun. Natur. I, pars 2, dist. 2, c. 3.