Die Kosmologie und allgemeine Naturlehre des Roger Baco.
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die Worte des Aristoteles nicht richtig, 1 scheint also selber
durch eine unrichtige Uebersetzung irregeführt worden zu
sein; Aristoteles sagt im Gegensätze zu Baco, dass aus zwei
potenziell seienden Dingen ein wahrhaftes Unum hervorgehen
könne, wenn die Kraftthätigkeiten (vnslv/daC), durch welche
die Scheidung in zwei actu verschiedene Dingo zu verwirklichen
wäre, nicht vorhanden seien. Wenn nun aber diese
Eutelechien augenscheinlich die Formprincipien der beiden actu
geschiedenen Dinge sind, so folgt aus der angezogenen Stelle
in der That der von Baco bestrittene Satz, dass die Form das
Theilende d. h. das generische Sein Specificirende sei; und es
wird daher gegen das diesen Satz bestätigende Glossem des
Thomas Aquinas- zu den bezüglichen Worten dos Aristoteles
sich kaum etwas einwendon lassen. Baco muss selber zugestehen,
dass Aristoteles in seiner Physik ausdrücklich lehre,
Alles sei der Materie nach Eines, der Form nach aber verschieden;
3 dies erhalte jedoch seine richtige Beleuchtung
durch die in der Metaphysik vorgetragene Lehre, 1 dass dasjenige
dem Genus nach verschieden sei, was seiner Materie
nach verschieden ist, und umgekehrt, was dem Genus nach
Eins ist, auch der Materie nach Eins sei. Damit sei nichts
1 Der richtige Text des Aristoteles lautet: äBuvaxov yap oum'av ä? ouoiajv
Etvai i'iur.apyouaw'i cb; ivrAsyela • xd ydp ovo ouxw; ivzzXzyjla OVOETOTE sv
evxe\e%zla, äXX’ sdv SuvapEi Bio ij, Eaxai ev, oiov rj BuiXaai'a Ez Biio iqjiuEtov
ouvzuei ys ■ -ij ydp EvxsXs'yy.a yiopii^Ei. Metaph. VI, p. 1039 a, lin. 3 ff.
2 Duo dimidia unius liueae — bemerkt Thomas als Glossator der Stelle
in voriger Anmerkung — sunt in potentia in ipsa linea dupla, quae est
una in actu. Et hoc ideo, quia actus habet virtutem separandi et dividendi.
Unumquodque enim dividitur ab altero per propriam formam. L. c.
3 Vgl. Physic. I, p. 190a, lin. 14 ff.: Bei ti asi üirozEidSai xb yiyvopEVov,
zai xouxo ei zai apiO|j.ff> iaxiv ev, äXX’ e"8ei ys oOy ev ■ — Physic. IV,
p. 217b, lin. 2t ff.: rjjjLEn; Be ÄsyouEV ez t<ov üm>ZEi|J.=viov oti Iaxiv
ilXr) [j.ia tojv Evavxi'iov, OEppou zai tuypou zai TU)7 dXXtov xojv yuoiziöv
EvavxiiüdEtüV, zai ev oovap-Ei bvxo: EVEpysla ’ov yivsxai, zai ob yyop’.axrj pev
rj 8X7), xu> 3’ Eivai sxspov, zai p!a toi apiOp.iT>, ei Exuy e, ypoix; zai ÖEppou
zai i'jypoj.
4 IY'/o; XsyExai . ... i'o pkv zaxd ys’vsatv auveyi) xou avxou s’ioo'j;, xb Be zaxd
xb -pöxov zivijaav by.oEioi;, xb tb; 8Xtj .... l’xEpa ol xb yivsi /.Eysxai iTjv
ETEpov xb “plOTOV VXOZEfo.EV0V .... O'.OV XO siOO; zai 7j 8Xr; EXEpOV Xp) yEVEE,
zai oaa zaO’ ETEpov ayfjpa zanjyopia; xou bvxo; XsyExa’.. Metaph. IV, p. 1024b,
lin. 6 ff.