Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 94. Band, (Jahrgang 1879)

44

P  f  i  7.  m  a  i  o  r.

Ausartung  der  Flügelthiere.
Im  Anfänge  des  Zeitraumes  AVu-te  (618  n.  Chr.)  vertheidigte
  sich  J|l  ^  Yao-kiün-su,  ein  Anführer  von  Sui,
in  ^  P’u-tscheu.  Die  Elstern  bauten  Nester  in  seine  Steinschleudern. ­

Im  siebzehnten  Jahre  des  Zeitraumes  Tsching-kuan
(643  n.  Chr.),  im  Frühlinge,  war  Yeu,  König  von  Thsi ;
stechender  Vermerker  von  ^  Thsi-tscheu.  Er  liebte  die  Entenzucht. ­
  Ein  Dachs  biss  über  vierzig  Enten  die  Köpfe  ab.
Im  vierten  Monate  dieses  Jahres,  Tag  Ping-sö  (23),  erhob
man  den  König  von  Tsin  zum  grossen  Sohne.  Fasanweibchen
sammelten  sich  vor  der  Vorhalle  der  grossen  Gipfelung.  Fasanmännchen ­
  sammelten  sich  in  dem  östlichen  Palaste  vor  der
Vorhalle  ||j|  Hien-te.  Die  grosse  Gipfelung  ist  der  Ort,
an  dem  man  bei  den  drei  verschiedenen  Aufwartungen  an  dem
Hofe  zusammentrifft.
Im  vierten  Jahre  des  Zeitraumes  Yung-hoei  (653  n.  Chr.)
befand  sich  neben  dem  Hause  ^  Thsai-tao-khi’s,
eines  Menschen  von  *  Sung-tscheu,  ein  vierfüssiges  Thier,
welches  über  eine  Klafter  hoch  war.  Sein  Kopf  hatte  Aehnlichkeit
  mit  demjenigen  eines  Schafes.  Es  hatte  ein  Horn,  die
Gestalt  eines  Hirsches,  Pferdehufe,  einen  Rindsschweif  von
fünf  Farben  und  war  geflügelt.
Man  deutete  dieses:  AVenn  ein  Vogel  wie  ein  vierfüssiges
Thier  gestaltet  ist,  so  entsteht  grosser  Krieg.
Im  siebenten  Monate  des  fünften  Jahres  desselben  Zeitraumes ­
  (654  n.  Chr.),  Tag  Sin-sse  (18),  war  in  dem  Palaste  von
AVan-nien  ein  kleiner  Vogel  gleich  einem  Sperlinge.  Derselbe
brachte  ein  Junges  von  der  Grösse  einer  Holztaube  hervor.
Im  ersten  Jahre  des  Zeitraumes  Tiao-lu  (679  n.  Chr.)
flogen  Heerden  girrender  Zugtauben  in  die  Versperrungen.  Sie
folgten  einander  und  bedeckten  die  Wildniss.  Im  ersten  Monate
des  zweiten  Jahres  desselben  Zeitraumes  (680  n.  Chr.)  kehrten
sie  wieder  zurück  und  flogen  nordwärts.  Als  sie  zu  dem  Norden
der  Landstriche  |||  Ling  und  J|^  Hia  gelangten,  fielen  sie
insgesammt  zu  Boden  und  waren  todt.  Als  man  sie  betrachtete,
hatten  Alle  keinen  Kopf.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.