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Werner.
Materie anlangt, welche im Unterschiede von der für alle
irdischen Formen empfänglichen Materia prima der irdischen
Körperlichkeit nur zur Reception einer einzigen Form geeignet
ist; diese engst determinirte Materie ist der Zeugungssame,
aus dem sich nur ein Wesen einer einzigen bestimmten Art
entwickeln kann. Demgemäss kann Albert allerdings der Behauptung
Baco’s zustimmen, dass die Materie eines bestimmten
Lebewesens, z. B. eines Pferdes, nicht dieselbe wie jene des
Menschen sein könne. Er weicht aber grundhaft von Baco
ab, wenn er der Materie den Charakter eines generischen
Seins zutheilt, 1 dessen specificirende Determinationen in den
Formprincipien gegeben sind. 2 Demgemäss fallen bei ihm
nicht, wie bei Baco, 3 die Eintheilungen der Materie und der
Form in Eins zusammen, sondern jene der Materie hält sich
bei ihm weit mehr im Generellen, und er kennt im Bereiche
der irdischen Körperlichkeit ausser der Materia prima, welche
in den Elementarkörpern diversificirt ist, nur noch drei Arten
von Materien, welche den drei Hauptarten der aus der
elementarischen Materie gebildeten Körper in aufwärts steigender
Stufenfolge entsprechen: Materia mixta, complexionata,
organizata. 4 Nach Baco muss es aber eben so viele Materien
als Formen geben, weil jede Form ihre besondere Materie
fordert und umgekehrt. Man hat diesen Meinungsgegensatz
zwischen Baco und den von ihm bekämpften christlichen Peripatetikern
schliesslich wohl aus einer verschiedenen Auffassung
der creativen Thätigkeit Gottes, so wie weiter auch noch daraus
zu erklären, dass Baco, wie in der intellectiven Thätigkeit
' Licet genus sit universalis forma, tarnen intentio ejus respondet materiae
in rebus, et unitas ejus respondet unitati generis. L. c.
- So sagt er von der Materie der sublunarischen Dinge: Omnium autem
generabilium et corruptibilium materia est una Multiplicatur materia
per dispositioues approximantes eam ad hane formam vel illam, et secundum
quod est magis remota, est etiam magis communis in potentia
ad plures formas; et secundum quod magis approximatur, coarctatur
potentia ejus ad formas pauciores. Et quandoque non est nisi in potentia
ad unam, sicut est semen hominis ad seinen. L. c.
3 Vgl. die von Baco gegebenen Schemata dieser Eintheilungen in Commun.
Natur. I, pars 2, dist. 2, c. 5.
4 Physic. II, tract. 2, c. 1.