'Alqama sagt:
Es mag ein warnend Beispiel sein, dass Salhin zusammengestürzt ist
und Bainün. In der Welt ist manches, was fern scheint, nahe.
Er sagt ferner:
Siehst du denn nicht, dass alles vergänglich ist;
Bainün ist entblösst, wie der Rücken eines am Rücken Verwundeten.
Er sagt ferner:
Und die Könige vou Bainün,
welche auf steilen Höhen ihre Bauten aufführten.
Hassan ibn Thabit al-Ansäri sagt:
In Bainün ist Macht und Herrschaft
und in Nä’it ein altes Königthum und Ahnenstolz.
Ein anderer Dichter sagt:
Wenn du Bainün siehst, wirst du Azäl und Zafär vergessen
und die Nacht darin wird dir vom Glanz der Herrlichkeit hell wie der
Tag erscheinen.
'Alqama sagt:
So frage um Bainün und seine Mauern;
sie sind mit Perlen und Edelsteinen besetzt.
Ein anderer Dichter sagt:
Sie (des Geschickes Mächte) haben aus Bainün 'Amr ibn Marthad vertrieben,
und er war als Fürst von Bainün ein Schützer des Rechtes.
Er sagt ferner:
Und Bainün und Salhin liegen in Trümmern jetzt,
während ihr Herrscher einst die ganze Welt verheerte.
Abü-Nasr recitirt folgendes Gedicht von 'Alqama Dzü-Gadan:
Weh’ dem, der Bainün in Trümmer liegen sieht,
leer und öde seine Quaderbauten.
Füchse sind jetzt die Bewohner der Paläste,
deren Schutze einst sich anvertrauten
Unterthanen, die selbst Machtinhaber waren,
und Beherrscher, die in Macht ergrauten.
Wahrlich er hat es im Ueberfluss gesehen,
als noch herrlich prangten seine Bauten.
Jetzo aber ist es wüste; denn die Jugend
rasch verblühet, kann nicht ewig dauern.
Hoch der Staub aufwirbelt', Moschusduft verbreitend,
als durchbrochen worden seine Mauern.