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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 94. Band, (Jahrgang 1879)

'Alqama  sagt:
Es  mag  ein  warnend  Beispiel  sein,  dass  Salhin  zusammengestürzt  ist
und  Bainün.  In  der  Welt  ist  manches,  was  fern  scheint,  nahe.
Er  sagt  ferner:
Siehst  du  denn  nicht,  dass  alles  vergänglich  ist;
Bainün  ist  entblösst,  wie  der  Rücken  eines  am  Rücken  Verwundeten.
Er  sagt  ferner:
Und  die  Könige  vou  Bainün,
welche  auf  steilen  Höhen  ihre  Bauten  aufführten.
Hassan  ibn  Thabit  al-Ansäri  sagt:
In  Bainün  ist  Macht  und  Herrschaft
und  in  Nä’it  ein  altes  Königthum  und  Ahnenstolz.
Ein  anderer  Dichter  sagt:
Wenn  du  Bainün  siehst,  wirst  du  Azäl  und  Zafär  vergessen
und  die  Nacht  darin  wird  dir  vom  Glanz  der  Herrlichkeit  hell  wie  der
Tag  erscheinen.
'Alqama  sagt:
So  frage  um  Bainün  und  seine  Mauern;
sie  sind  mit  Perlen  und  Edelsteinen  besetzt.
Ein  anderer  Dichter  sagt:
Sie  (des  Geschickes  Mächte)  haben  aus  Bainün  'Amr  ibn  Marthad  vertrieben,
und  er  war  als  Fürst  von  Bainün  ein  Schützer  des  Rechtes.
Er  sagt  ferner:
Und  Bainün  und  Salhin  liegen  in  Trümmern  jetzt,
während  ihr  Herrscher  einst  die  ganze  Welt  verheerte.
Abü-Nasr  recitirt  folgendes  Gedicht  von  'Alqama  Dzü-Gadan:

Weh’  dem,  der  Bainün  in  Trümmer  liegen  sieht,
leer  und  öde  seine  Quaderbauten.
Füchse  sind  jetzt  die  Bewohner  der  Paläste,
deren  Schutze  einst  sich  anvertrauten
Unterthanen,  die  selbst  Machtinhaber  waren,
und  Beherrscher,  die  in  Macht  ergrauten.
Wahrlich  er  hat  es  im  Ueberfluss  gesehen,
als  noch  herrlich  prangten  seine  Bauten.
Jetzo  aber  ist  es  wüste;  denn  die  Jugend
rasch  verblühet,  kann  nicht  ewig  dauern.
Hoch  der  Staub  aufwirbelt',  Moschusduft  verbreitend,
als  durchbrochen  worden  seine  Mauern.
            
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