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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 94. Band, (Jahrgang 1879)

l)ie  Burgen  und  Schlösser  Südarabiens  nach  dem  lklil  des  Haindäni.

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nannt  wurde,  und  unter  diesem,  mitten  auf  dem  Gebirgspass,
war  das  dritte  grosse  Schloss.  Die  Aethiopen  haben,  als  sie
Jemen  eroberten,  diese  Schlösser  zerstört  und  ihre  gewaltigen
Bauhölzer  verbrannt.  Manche  sagen,  dass  Dämigh  der  ,Grauberg' ­
  sei,  dessen  Schiqq  und  Satih  !  in  diesem  Buche  erwähnen. ­
  Sie  sagen  auch,  dass  er  wieder  bewohnt  und  von
Palästen  und  schönen  Landschaften  bedeckt  werden  wird.
'Alqama  sagt  über  diesen  Berg:
[Fort  zog]  die  Zeit  von  dir  mit  Himjar  und  ihren  Königen
und  Dhürän  hat  ein  schweres  Geschick  getroffen.
Wölfe  heulen  in  seinen  Wohnsitzen  und  Füchse,
und  es  sieht  jetzt  aus,  als  ob  es  nie  Jemand  bewohnt  hätte.
Z  a  f  ä  r.
Zafar  ist  unter  dem  Namen  Haql-Jahsib  bekannt.  Nach
der  Ueberlieferung  des  Abü-Nasr  waren  dort  mehrere  Schlösser,
so  das  Schloss  des  Dzü-Jazan,  von  dem  der  Dichter  'Alqama ­
  sagt:
Und  eine  Festung  ist  gegründet  worden  in  Dzü-Raidän
auf  einem  hochgelegenen,  schmalen  Bergpasse.
Der  Tobba'  (As'ad)  sagt  von  Zafar:
Wir  bemächtigten  uns  der  Wohnsitze  in  Zafar 2
und  hörten  als  ihre  Einwohner  nicht  zu  siegen  auf.
Ferner  Raidän,  das  Reichsschloss  von  Zafar  und  die
Burg  Schauhatän, 3  von  der  'Alqama  sagt:
Und  gleich  Schauhatän  ist  es  buntfarbig  angestrichen.
In  der  Nähe  von  Zafar  ist  auch  das  Schloss  Kaukabän  1
(Sternschloss),  das  so  benannt  worden  ist,  weil  es  von  Aussen
1  Es  sind  alte  zwei  Wahrsager,  deren  Prophezeiung  im  Abschnitt:  ,Ueber
die  Schätze  Jemens 1 ,  angeführt  wird.
2  Der  Dichter  spielt  hier  mit  dem  Worte  Zafar,  das  etwa  ,Siegerstadt 1  zu
übersetzen  ist.
3  Schauhatän  kommt  als  Nomen  loci  in  den  Inschriften  nicht  vor,  wohl
aber  bezeichnet  BDI©  eine  Maasseinheit  (Z.  D.  M.  G.  XXX,  680).  Die
Wurzel  U-d?  heisst  ,weit  entfernt  sein 1 .
4  Jacut  III,  422,  verwechselt  Zafar  mit  San'ä  und  verlegt  in  Folge  dessen
die  Schlösser  Zafärs  in  die  Nähe  von  San'ä  und  überträgt  auf  Scliibäm-Kaukabän
  die  Beschreibung  von  Kaukabän  bei  Zafär.  Vgl.  auch  IV,
327,  21  ff.
Sitzungsber.  d.  phil.-hist.  CI.  XCIV.  Bd.  I.  Hft.  24
            
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