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D. H. Müller.
Ekliptik, damit die Sonne jeden Tag in eine andere Oeffnung
liineinscheine. In Ghaimän war auch der Begräbnissort der
Könige von Tlirnjar. As'ad Tobba' sagt:
Und Ghaimän ist von Weingärten umgeben
und gewährt einen herrlichen weiten Ausblick.
Darin sind begraben, die dahin gegangen sind
von unsern Ahnen, darin werden auch wir begraben werden.
Wenn man unsere Gräber durchsucht,
so findet man sie vollgefüllt von Edelsteinen.
Er sagt ferner:
Und wenn mein Volk vernichtet worden ist
von des Geschickes Mächten, so spottet nicht;
Denn der Tod ist des Menschen Los,
dann aber folgt die Auferstehung.
Die Himjar erzählen: Als der Tobba' (As'ad) seinen Tod
herannahen fühlte, liess er seinen Sohn Hassan rufen und ernannte
ihn zu seinem Nachfolger. Der Tobba' hatte eine
weibliche Ginn, die den Berg Janür (den Leuchtenden) bewohnte,
der eine Stunde westlich von San'ä liegt, zwischen
Dhahr und San'ä gegen die Rahba und die Pilgerstrasse hin.
Dieses Janür ist aber nicht zu verwechseln mit dem Janür
im Lande der Sajad, eines Stammes der Hamdän. Zu dieser
Fee schickte der Tobba' seinen Sohn Hassan und befahl ihm,
Einlass in den Berg zu begehren, ihr zu sagen, dass er im
Sterben liege, genau auf das zu merken, was sie ihm sagen werde
und ihren Befehlen zu gehorchen. Er ging hin, hatte aber nicht
den Muth, die ungeheuerlichen Dinge zu thun, die sie ihm auftrug.
1 Al-Hamdani sagt: Er wird ihm wohl befohlen haben, in
die Bergspalte von Janür einzudringen, das ist eine Höhle,
die von Naqabän bis nach Karvva reicht. In dem untersten
Theil dieser Höhle gegen Dhahr hin fliesst der Sprudel von
Karwa und der von Naqabän. Kranke und Behexte baden
daselbst und man glaubt, dass die Dämonen, die sich darin
aufhalten, den Badenden Heilung bringen. Derjenige, der in
das Bad steigt, nimmt Weizenbrod, getrocknete Feigen oder
1 Diese Sage ist bei v. Krem er Siidar. Sage S. 86 tf. ausführlich mitgetheilt;
ich habe hier nur kurz deren Inhalt angegeben, um die geographischen
Bemerkungen Hamdäni’s daran knüpfen zu können.