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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 94. Band, (Jahrgang 1879)

Die  Burgen  und  Schlösser  Südarabiens  nach  dem  Iklil  des  Hamdäui.

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IV.  437):  „Schibäm-Aqjän  ist  eine  Stadt,  in  der  die  Banü-Hiwäl
regieren.  Ja'fur  ibn  'Abd-ar-Rahmän  al-Hiwa,b  ist  darin  von
den  Feldherren  des  Mo'tasim,  Wathiq  und  Mutawakkil  belagert
worden.  Er  schlug  sie  zurück  und  jagte  sie  in  die  Flucht.  Der
District  wird  aber  Schibäm  genannt  nach  Scliibäm  ibn  Abd-Allah
von  Hamdän,  der  ihn  bewohnt  hatte;  der  ursprüngliche  Name
ist  aber  Jahbis.  Nebst  den  Hiwäliern  bewohnen  es  die
Nachkommen  des  Dzü  Geden  und  Ueberreste  der  Aqjän.  Die
ganze  Umgegend  überragt  der  Berg  Dzuchär,  an  dessen  Fuss
die  Stadt  liegt.  Darin  sind  Bäche,  die  aus  dem  Berge  entspringen ­
  und  zwischen  den  Häusern  und  Gärten  fliessen.  Auf  der
Spitze  des  Berges,  auf  dem  das  Castell  Kaukabän  liegt,  wie  an
den  Abhängen  sind  fliessende  Gewässer,  wie  al-Habla,  al-Haltab
und  das  Wadi  al-Ahg-ur,  an  welchen  sich  Wassermühlen  befinden.
Der  Ursprung  des  Wadi  Surdud  ist  auf  dem  Berge  Dzuchär.“
Auch  Jacut  (III.  248—250)  hat  eine  ausführliche  Beschreibung
dieses  Berges,  die  ich  um  so  mehr  hier  mittheilen  zu  sollen  glaube,
als  sie,  wie  mir  scheint,  aus  sein-  guter  Quelle  geschöpft  ist.
,Es  sagt  Ahmad  ibn  Muhammad  aus  Hamadzän:  1  Im
Gebiet  von  San'ä  liegt  Schibäm.  Es  ist  ein  grosser  Berg,  auf
dem  Baumpflanzungen  und  Wasserquellen  vorhanden  sind.
Die  Bewässerung  von  San'ä  kommt  von  diesem  Berge,  der
einen  Tag  und  eine  Nacht  von  San'ä  entfernt  ist.  Er  ist  schwer

1  Dieser  Geograph,  der  vollständig  ibn  Ishäq  ibn  al-Faqih  heisst,  ist  ein
Zeitgenosse  des  Hamdanf,  aber  in  Hamadzän  in  Persien  geboren.  (Vergleiche ­
  über  ihn  auch  Sprenger,  Post-  und  Reise-Routen  XVII.)  Sein
Buch  über  Länderkunde  scheint,  wenn  man  aus  den  Citaten  bei  Jacut
auf  das  Ganze  sehliessen  darf,  sich  besonders  mit  Persien  und  den  Ländern ­
  am  kaspischen  See  beschäftigt  zu  haben;  aber  auch  Aegypten,  Rum
und  Andalusien  dürfte  von  ihm  beschrieben  worden  sein.  Arabien  muss
er  auf  einer  Pilgerfahrt  nach  Mekka  durchzogen  und  namentlich  die  Gegend ­
  von  Medina  durchforscht  haben.  Dagegen  hat  er  Südarabien,  so
weit  eben  nach  den  Citaten  bei  Jacut  ein  Hrtheil  erlaubt  ist,  nur  oberflächlich ­
  berührt;  denn  die  bei  Jacut  (I,  558,  II,  285  und  968,  III,  126
und  421)  angeführten  Stellen  beziehen  sich  auf  einige  Allgemeinheiten,
die  von  einem  Buche  ins  andere  übertragen  zu  werden  pflegen.  Nur
unsere  Stelle  macht  eine  Ausnahme.  Die  Schilderung  ist  so  eingehend
und  lebendig,  dass  man  sie  für  den  Bericht  eines  Augenzeugen  halten
muss.  Gelegentlich  sei  auch  bemerkt,  dass  unter  al-Hamdätii  bei  Bekri
unser  Hamdäni  und  nicht  Ibn  al-Faqih  gemeint  ist,  und  ist  hier  nach
Wüstenfeld  in  der  Einleitung  zu  Bekri  S.  8  zu  berichtigen.
Sitzuogsber.  d.  phil.-hist.  CI.  XCIV.  Bd.  1.  Hit.  -  23
            
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