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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 94. Band, (Jahrgang 1879)

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D.  H.  Müller.

Schibäm  Bait-Aqjän
hiess  ursprünglich  Jahbis,  wurde  aber  Schibäm  genannt,  weil
es  von  Schibäm  ibu  'Abdallah  ibn  As'ad  ibn  Guscham
ibn  Häschid  bewohnt  wurde.  Ueber  Schibäm  sagt  'Ali  ibn
Abi  Tälib:
Ich  richtete  mein  Augenmerk  auf  Hamdän,  die  sich  immer  gleich  bleiben,
so  oft  ein  schwerer  Kampf  meinen  Schild  und  meinen  Bogen  herausforderte.
Ich  liess  unter  ihnen  meinen  Ruf  erschallen,  und  mir  antworteten
Ritter  von  Hamdän,  Ritter  ohne  Tadel,
Ritter,  die  im  Kampfgewühle  nicht  zurückweichen
am  Tage  der  Schlacht,  Ritter  von  Schäkir  und  Schibäm
Und  von  Arhab,  den  stolzen  Speerschleuderern
und  von  Nihm  und  den  Stämmen  as-Sabi*  und  Jäm.
•
In  Schibäm  sind  Säulen  aus  Stein  aus  alter  Zeit,  die
Säl-Säulen  genannt  werden  und  auf  denen  ein  Thron  sich  erhob, ­
  sie  sind  aber  nicht  von  so  edlem  Styl  und  so  feiner  Colorirung
  wie  die  von  Marib.  Es  ist  die  Residenz  der  Familie
Ja'fur,  der  Nachkommen  des  Dzu-Hiwäl, 1  und  gehört  zu  den
gesegnetesten  Landstrichen  Jemens.  Dasselbe  liegt  auf  dem
Abhange  des  Berges  Dzuchär, 2  welchem  zwei  Bäche  entströmen,
in  der  Mitte  des  Ghüla-Thales  von  einer  Mauer  umgeben,  die
'Abd-ar-Rabmän  ibn  Ja'fur  erbaut  bat,  nachdem  ihn  Mensur
und  Schärijämijän  belagert  hatten.

Aebnlicb  beschreibt  Hamdäni  Schibäm  in  dem  Gazirat-al-'Arab
  187  bei  der  Aufzählung  der  Districte  Jemens  (Vgl.  Jacut

1  Diese  Burg  wird  desshalb  auch  Sehibäm-Hiwäl  genannt.  Vgl.  Butgers
Hist.  Jem.  218.
2  Jacut  kennt  diesen  Namen  nicht;  es  ist  aber,  wie  wir  weiter  unten  sehen
werden,  nur  der  ältere  Namen  des  Berges,  der  später  Kaukabän  hiess.
Bekri  hat  S.  34-1  A  -C  ,  V  ich  behalte  jedoch  die  Leseart  des  Codex,  weil  sie
von  den  Handschriften  des  Gazirat  unterstützt  wird.  So  heisst  es  z.  B.
Gazirat  33ö:  ,Zu  den  Merkwürdigkeiten  Jemens  gehört  der  Berg  Dzuchär
(,I_S.  j),  auf  welchem  Städte,  Messendes  Wasser  und  Quellen  sich  befinden ­

  ;  auf  demselben  sind  auch  zwei  Burgen,  Kaukabän  auf  der  einen
Seite  und  Schuraib  auf  der  andern  Seite*.  In  den  Inschriften  findet  sich  die
Wurzel  im  Hai.  412,  3.  7.  In  einem  nomen  compositum  (irnöy)  Hai.
244,  I  und  577,  2;  als  Eigenname  scheint  es  Ilal.  215,  1  vorzukommen.
            
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