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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 94. Band, (Jahrgang 1879)

l)ie  Burgen  und  Schlosser  Südarabiens  nach  dem  Ilrlil  des  Hamdam.

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sich  dort  nieder.  Sie  wählten  einen  König  aus  ihrer  Mitte,
bauten  die  feste  Burg  auf  dem  Berge  Nuqum  und  bildeten
dort  ein  mächtiges  Reich.'

Scliibäm  -  Jasclium.
Zu  den  Burgen  Jemens  gehört  auch  Schibäm  -  Jasclium
(sprich:  Jas-chum),  der  Stammsitz  des  Dzu-  r-  Rumhain.  Es
wohnten  daselbst  die  Suchaimier,  die  von  Jaschum  ibn  Bidä'
ibn  Dzü-Chaulan  abstammen.  Andere  behaupten,  dass  die
Nachkommen  des  Murr  ibn  ‘Amir  darin  wohnen,  was  aber
nicht  richtig  ist;  denn  diese  letztem  stammen  von  al-Kalä'
ab.  In  Schibäm  sind  alte  Baudenkmäler  und  grosse  Schlösser.
Von  diesem  Schibäm,  das  etwa  einen  halben  Tag  von  San'ä
entfernt  ist, 1  wird  das  Silber  nach  San'ä  gebracht. 2  In  der
Nähe  desselben  liegt  auch  Ruhäba,  in  welchem  alterthümliche,
mächtige  Bauten  sind.  Schibäm  wird  von  dem  Berge  des  Dzu
Marmar  überragt,  auf  dem  auch  das  Castell  liegt. 3

1  Nach  Jacut  III.  249,  Z.  13  —  14  liegt  es  nordöstlich  von  San'ä  in  einer
Entfernung  von  etwa  drei  Farasangen.
2  Soll  das  heissen,  dass  dort  Silberininen  sind?  Wir  wissen  sonst  nur,
dass  dort  Onyx  gefunden  wird  (Sprenger,  Alte  Geographie  Arabiens  60).
3  Ueher  Schibäm-Sucliaim  und  Dzü  Marmar  ist  auch  Rutgers  Historia
Jemanae  zu  vergleichen.  Von  ersterem  heisst  es  daselbst  S.  64:  Erat
autem  sita  prope  Schibämum  Sohaimi,  antiquam  Himjaritarum  urbem,  in
qua  tune  adhuc  multa  antiquitatis  superabant  monumenta,  quae  tarnen
per  Giräsi  exstructionem  magnam  partem  sunt  destructa.  Die  Ueberreste
der  alten  Ilimjarenstadt  waren  also  noch  zu  Ende  des  sechszehnten
Jahrhundert  vorhanden.  Was  aber  die  Lesung  Dzu  Marmar  betrifft,  so
steht  Hamdäni  darin  vereinzelt  da;  denn  Jacut  kennt  nur  eine  Burg  Dzaraarmar
  in  der  Nähe  von  San'ä  und  bei  Rutgers  S.  210  heisst  es:  Dzamarmar
  (yayAÖj  castellum  munitissimum,  quod  nunquatn  vi  expugnari
potuit  et  bis  tantum  captum  fuit  per  fameni,  primum  a  Modhaftäro
Gassanida  medio  seculo  septimo  aerae  Arabum,  dein  a  Pascha  Hasano.
Situm  illund  erat  in  monte  excelso  et  praerupto  ejusque  aditus  dificillimus
  erat;  non  longe  distabat  a  San'a  ut  patet  ex  Cod.  n.  p.  82  in  qua
dicitur  fuisse  I  «  I  In  einer  Inschrift  von
Prideaux  (Vgl.  Z.  D.  M.  G.  XXX,  28)  wird  eine  Veste  Dzamarmar  oder
Dzu  Marmar  (“IÖ1ÖT  !  py)  erwähnt.  Es  sprechen  noch  andere  Iudicien  dafür
dass  diese  Inschrift  in  der  Nähe  von  San'ä  gefunden  worden  ist,  so  dass
man  die  Identität  dieser  Burg  mit  ziemlicher  Sicherheit  annehmen  kann.
            
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