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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 94. Band, (Jahrgang 1879)

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D.  H.  Müller.

Die  Schaaren  der  heranzieh  enden  Vögel  halten  Rast  auf  ihm
und  das  Wasser  durchrieselt  seine  Kanäle  —
Ein  stets  fliessender  Quell,  der  frischen  Trunk  gewährt.
Und  auf  seiner  Höhe  oberhalb  (des  Daches)  ist  eine  Warte
aus  wohlgeglättetem  Marmor,  die  seine  Herren  besteigen
ohne  Mühe,  so  oft  es  ihnen  beliebt.
An  der  Seite  der  Burg  stand  eine  hohe  Palme,  ad-Da'ia
genannt,  deren  Aeste  einen  Wasserteich  beschatteten.  Ueber
Ghomdän  sagt  ’Omajja  ihn  Abi  as-Salt,  nach  andern  Abü-as-Salt;
  andere  behaupten,  dass  das  Gedicht  gefälscht  sei,  und
dass  nur  drei  oder  vier  Verse  davon  echt  sind:
So  trinke  denn  und  wohl  bekomm’s,  auf  deinem  Haupte  ist  die  Krone
und  auf  der  Höhe  von  Ghomdän  ist  dein  Palast.
Es  ist  eine  Burg,  die  dein  Vater,  der  Fürst  Dzü-Scharh,  erbaut;
hat  denn  Jemand  das  erreicht,  was  er?
Die  Vögel  können  sie  nicht  besteigen,
die  Vögel,  die  sonst  die  steilsten  Höhen  emporklimmen.
Hiinjar  hörte  nicht  auf  die  Burg,  zu  bewohnen  und  sie
zu  vergrössern,  bis  sie  zur  Zeit  'Othman’s,  so  gut  erhalten,
wie  sie  war,  zerstört  worden  ist.  Darüber  sagt  'Alqama  ihn
Dzü-Geden:
Da  liegt  Ghomdän  hocherhaben,
als  ob  es  ein  hoher  Berg  wäre.
Es  bewohnt  es  ein  ruhmreicher  Recke,
vor  dem  Alle  das  Haupt  beugen.
Er  sagt  ferner:
Da  liegt  Ghomdän  hocherhaben,
sein  Bau  ist  das  wunderbarste  Wunder.
Oben  Marmor  wohlpolirt  und  kostbar
und  unten  Trümmer.
Er  sagt  auch:
Kann  nach  Ghomdän,  das  ein  Spiel
der  Wellen  und  Winde  geworden,
Und  nach  Nä'it,  das  öde  und  leer  ist,
ein  Begüterter  noch  Glück  erhoffen  ?
Er  sagt  ferner:
Ghomdän  hat  Betrübniss  erfahren  durch  die  Wendung  des  Schicksals
nach  aller  Herrschaft  und  nach  allem  Stolz.
Der  Fürst  von  Qahtän  liess  seine  Quadern  glätten
und  seine  Säulen,  und  gegossen  Erz  war  sein  Cement.
            
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