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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 94. Band, (Jahrgang 1879)

Seltsamkeiten  aus  den  Zeiten  der  Thang.

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schwarzes  Fett  über  die  Lippen,  wodurch  sie  Aehnlichkeit  mit
Betrübten  und  Weinenden  hatten.
Der  runde  Haarschopf  pflanzt  sich  oben  nicht  ein.  Betrübt
sein  und  weinen,  ist  das  Bild  von  Kummer  und  Sorge.
Zu  den  Zeiten  des  Kaisers  Wen-tsung  wob  man  in  U
und  Yue  hochhäuptige  Strohschuhe.  Das  Gewebe  war  gleich
Flor,  eine  Sache,  mit  welcher  man  in  früheren  Zeitaltern  niemals
die  Füsse  bekleidete.  Man  verfertigte  sie  aus  gewebten  Pflanzen.
Ferner  war  es  keineswegs  eine  richtige  Kleidung  und  sie  war
mit  Schmuck  bedeckt.  Es  war  das  Bild,  dass  das  Verborgene,
Schiefe  und  Niederige  hoffärtig  ist.
Im  fünften  Jahre  des  Zeitraumes  Khien-fu  (878  n.  Chr.)
verfertigte  ein  Mensch  von  Lö-yang  Kopfbedeckungen.  Dieselben
waren  lauter  Mützen,  mit  denen  die  Männer  des  Kriegsheeres
sich  bedeckten.
Ferner  liess  ein  Diener  des  Inneren  aus  Holz  einen
Kopf  schnitzen  und  hüllte  ihn  in  das  Kopftuch.  Die  Obrigkeiten
ahmten  dieses  nach,  und  die  Thore  der  Künstler  waren  gleich
einem  Markte.  Man  bemass  das  Holz,  hieb  es  ab  und  sagte:
Hier  haue  das  Haupt  eines  obersten  Buchführers  ab.  Hier  haue
das  Haupt  eines  Heerführers  ab.  Hier  haue  das  Haupt  eines
Inhabers  des  Kriegsheeres  ab.  Es  war  nahezu  ungeheuerliche
Kleidung.
Zu  den  Zeiten  des  Kaisers  Hi-tsung  banden  die  Menschen
des  Inneren  das  Haupthaar  äusserst  fest.  Als  man  in  Tsch’ing-tu
war,  ahmten  die  Frauen  von  Schö  dieses  nach.  Um  diese  Zeit
sagte  man,  es  sei  ein  gefangener  Haarschopf.
Gegen  das  Ende  der  Thang  kämmten  die  Frauen  der
Mutterstadt  das  Haupthaar  und  umfassten  mit  dem  Schläfenhaare ­
  zu  beiden  Seiten  das  Gesicht.  Es  war  von  Gestalt  wie
ein  Haarschopf  der  Mörserkeule.  Um  diese  Zeit  sagte  man
diessbezüglich:  Ein  das  Haus  schleudernder  Haarschopf.
Ferner  war  es  in  jenem  Zeitalter  Sitte,  aus  Krystall
Haarnadeln  und  Armbänder  zu  verfertigen.  Es  war  nahezu
Ungeheuerlichkeit  der  Kleidung.
Die  das  Haus  schleudernden  Krystalle  zerstreute  man  und
führte  sie  aus.
In  den  Wahrsagungen  heisst  es:  Zu  den  Zeiten  des  Kaisers
Tschao-tsung  wurden  die  Könige  der  sechszehn  Wohnhäuser
            
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