Die Burgen und Schlösser Südarabiens nach dem Iklil des Hamdäni.
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Als er Jemen durchstreifte, fand er in dem Gefilde von San'a
nach langer Wanderung das vortrefflichste Wasser. Da legte
er das Baumass an und baute, nachdem er die Schnur an der
Stelle des Fundamentes gespannt hatte, in der Gegend der Bergschlucht
von Ghomdän westlich vom Haql-San'a die Winkelsäule
(tibr), die noch jetzt in San'a bekannt ist. Nachdem der
Bau aufgeführt war, sandte Gott einen Vogel, der die Schnur
fasste und mit ihr davon flog. Sem folgte ihm, um zu sehen,
wo er sich niederlassen werde. Der Vogel blieb stehen auf dem
harten Boden von Na'im auf dem Abhange des Berges Nuqum.
Nachdem ihm Sem dorthin gefolgt war, flog er weiter und Hess
den Faden erst auf dem Felde von Ghomdän fallen, wo er liegen
blieb. Sem wusste, dass ihm befohlen werde, hier eine Burg zu
gründen, und er gründete Ghomdän und grub die Cisterne,
die Kiräma genannt wird und heute noch besteht, aber etwas
salzhaltig ist.
Es sagen die Astronomen von Jemen nach einer alten
Ueberlieferung, dass in der Stunde der Gründung von San'a
am östlichen Horizont das Sternbild des Stieres sichtbar war
und darin die Planeten Venus und Mars. Die Natur dieser
Himmelskörper zeigt sich in der Dauerhaftigkeit der Verhältnisse
in San'a und in dem geringen Grade der Veränderlichkeit.
Die Beständigkeit dieser Gründung zeigt sich darin, dass
sie viertausend Jahre unter verschiedenen Königen und unter
stetiger Zunahme überdauerte, und selbst nach der Zerstörung
sind von einer seiner Mauern Trümmer gegenüber den Thoren
der grossen Moschee von San'ä geblieben. San'a aber vergrösserte
sich unter der Herrschaft des Isläm bis zum Jahre
zweihundert einige und neunzig der Higra, wo es (von den
Karmäten) zerstört wurde. Es erholte sich aber bald und hat
schon jetzt fast die frühere Grösse erlangt und wird immer
grösser. Die Gelehrten von §an'ä glauben, dass es nach jeder
Zerstörung wieder bebaut werden muss und dass es den Raum
zwischen den beiden Bergen (Nuqum und 'Aibän) ausfüllen und
der Marktplatz mitten in das Thal verlegt werden wird.
Es erzählte mir Muhammad ibn Ahmad al-Qahbi, der
Makler, dem es Ibrahim ibn Ismä'il al-Qahbi erzählt hat:
Ich war in Basra vor dem Jahre fünfzig (er meinte: zwei-