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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 94. Band, (Jahrgang 1879)

£>ie  Burgen  und  Schlosser  Südarahiens  nach  dem  Iklil  des  Hamdäni.  337

und  Sprenger 1  darüber  gesagt  haben,  kaum  mehr  betont
zu  werden.  Nur  das  sei  hier  bemerkt,  dass  so  weit  wir  durch
Reiseberichte  und  inschriftliche  Nachrichten  die  Angaben  Hamdäni’s
  prüfen  konnten,  dieselben  sich  durchaus  als  zuverlässig
bewährt  haben.  Man  darf  nur  die  Beschreibung  der  Dammbauten
von  Marib  bei  Hamdäni  mit  der  von  Arnaud 2  vergleichen,
um  die  merkwürdige  Uebereinstimmung  bis  auf  Einzelheiten
zu  bewundern.  Eben  so  finden  die  Berichte  des  hochverdienten
Josef  Halevy  bei  Hamdäni  volle  Bestätigung;  der  grösste  Tlieil
der  von  jenem  besuchten  Ruinen  werden  bei  diesem  richtig  und
an  gehöriger  Stelle  nachgewiesen,  so  dass  unser  Geograph  auch
für  Nachrichten,  für  die  wir  keine  anderen  Gewährsmänner
haben,  die  grösste  Glaubwürdigkeit  beanspruchen  darf.
Diesen  Abschnitt  ,Ueber  die  Burgen  und  Schlösser  Jemens*
aus  dem  achten  Buche  des  Iklil  haben  wir  der  vorliegenden
Arbeit  zu  Grunde  gelegt  und  in  Text  und  Uebersetzung  hier
mitgetheilt.  Weggelassen  sind  nur  einige  nichtssagende  und  auch
sprachlich  werthlose  Gedichte.  Bei  besonders  schwierigen,  vielleicht ­
  in  der  Handschrift  corrupten  Stellen,  die  eine  ausführliche
Discussion  erfordert  haben  würden,  glaubte  ich  vorläufig  mit
meiner  Richtigstellung  und  Uebersetzung  zurückhalten  zu  dürfen.
Ich  habe  diese  Auslassungen  in  der  Uebersetzung  durch  Punkte
kenntlich  gemacht.  Dagegen  konnten  wir  aus  dem  zehnten
Buch  des  Iklil,  das  sich  mit  der  Genealogie  der  Ilamdän  befasst, ­
  manche  ergänzende  Notiz  über  die  alten  Familien  beibringen,
  wie  auch  aus  dem  Gazmat-al-Arab  manche  erläuternde
Stellen,  namentlich  zur  Bestimmung  der  Lage  verschiedener
Oertlichkeiten  heranziehen. 3
Da  wir  bei  der  Bearbeitung  dieses  Abschnittes  nur  auf
eine  Handschrift  angewiesen  sind,  so  waren  uns  die  angeführten ­
  handschriftlichen  Werke  des  Hamdäni,  so  wie  auch
die  Auszüge  aus  dem  Iklil,  die  sich  in  den  Werken  des
Neschwän  und  besonders  in  dem  Geographischen  Lexicon  des
Bekri  (ed.  Wüstenfeld)  verstreut  finden,  bei  Herstellung  des

1  Vgl.  Das  Ausland  1879  No.  13.  In  seiner  alten  Geogr.  Arabiens  hat
Sprenger  einige  Auszüge  daraus  mitgetheilt.
2  Vgl.  Journal  asiatique  VII  Serie,  tom  III  (1874)  S.  3  ff.
3  Vgl.  darüber  meinen  Bericht  über  die  Ergebnisse  einer  Reise  nach  Constantinopel
  S.  5  ff.
SitzungsBer.  d.  phil.-hist.  CI.  XC1V.  Bd.  I.  Hft.

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