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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 94. Band, (Jahrgang 1879)

Beiträge  zur  Literatur  der  deutschen  Mystiker.  II.

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nicht  versten,  das  vnse  libe  sy  eyn  Sache  gütlicher  libe.  also
spricht  Paulus:  wir  habin  en  lip,  wen  her  vns  czum  ersten  lip
hat  gehabit.  üf  disim  sint  vil  vräge,  di  der  gemeynde  nicht
nucze  sin,  Dor  ume  ge  ich  in  das  ewangelium.  Ich  byn  vz
gegangin  von  dem  vatir  vnd  byn  körnen  in  di  werlt.  das  meint:
her  ginc  vz  das  wir  ingingen.  Her  wart  in  der  czit  geborn
vnd  wart  mensche,  das  wir  v  (vor?)  gotis  antlicze  w  erd  in
[gebrächt],  vnd  her  starp  das  wir  das  ewige  lebin  hatten.  Nv
abir  läse  ich  di  werlt  vnd  ge  wedir  czu  dem  vatir.  das  meint
vnsir  herre  mit  siner  martir  vnd  mit  syme  töde,  das  her  dö
noch  solde  vanen  (?  varen)  in  das  ewige  lebin.  abir  wir  sullen
is  nemen  czu  vnsirn  nucze  das  wir  allis  vorsmehin  dise  werlt.
Dryer  dinge  muse  wir  pflegin  bis  an  vnsirn  tot.  alsö  spricht
der  wyse  man:  Ich  hän  alle  dinc  gesehin  vnd  gepruvet  vnd
vant  das  si  sint  eyn  ytilkeit  der  ytilkeit.  das  andir:  vnsir
eygen  vleysch  sulle  wir  drucken  vnd  derren  vnd  nymmer  .  .  .
geloubin  als  wenic  als  eyme  hunde  als  eyner  kaczen,  das  man
di  czu  töde  sluge  vnd  wurde  si  wedir  lebinde,  si  vbete  ire
nätüre  vnd  tete  wedir  schadin  als  vor  an  fleische  vnd  an  nucze.
Eyn  alt  vatir  was  in  dem  walde,  der  wolde  ny  keyn  vrowe
gelasin  in  sine  celle  gegen,  vnd  dö  her  sterbin  solde,  dö  stundin
di  vrowen  vmme  di  celle  vnd  begerten  sere  hin  yn  czu  gen,
das  si  besehin  wy  der  heylige  man  stürbe,  dö  spröchin  di
iungerin:  vatir,  di  vrowen  begerin  hin  yn  czu  gen  vnd  dich
czu  sehen.  Dö  sprach  her:  neyn!  ir  sult  ir  mit  nichte  her
yn  läsen,  alleine  das  feuwer  der  nätürlichin  hicze  an  mir  verloschen ­
  sy,  doch  so  rouchin  di  brende  noch,  das  ist  di  vnreynekeit
  der  nätüren.  Augustinus  spricht:  die  gröste  bekorunge
des  menschin  ist,  das  her  vnbekorit  sy.  wen  eyn  mensch  wenit,
das  her  allir  sichirst  sy,  so  vellit  her  allir  sichirst.  alsö  spricht
Paulus:  Den  dö  dunkit  das  her  ste,  der  hüte  das  her  icht
valle.  welch  mensche  sich  nicht  ei'nstlich  vbit,  vnd  vil  mit
wyben  claffet,  vnd  alle  wege  vol  wil  sin  spyse  vnd  trankes,
das  sint  böse  czeychin  der  vnküscheit.  Das  dritte,  das  eyn
mensche  mus  haldin  bis  an  sinen  tot,  das  ist  das  eyn  mensche
stetlichin  mus  geordinit  (1.  geordinin)  sin  gemute  in  gote
(f.  83 d )  vnd  in  gotlichen  dingen  vnd  dis  bedarf  her  an  sime
leczten  ende  allir  beste,  wen  di  vin  vinde  den  menschen  allir
meist  muwen  vnd  wellin  in  brengin  von  dem  gloubin.
            
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