Beiträge zur Literatur der deutschen Mystiker. II.
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komen von dem vatir der
lichte. Glösa. Is ist dryer leye
gäbe, eyne natürlich als got
allen creätüren hat wesin vnd
nätür gegebin yn hymil vnd
yn erdin. Das andir das got
gnade gibt vernünftigen creätüren
vnd obirnätürliche togunt
als gloube vnd hoffenunge vnd
übe. disir togunt vnd disir
gnade mac nymant gebin, wen
got alleine. Dorume alle di heyligin
di das ertrich y gewan
dy mochte (!) nicht den cleynstin
tropfin gütlicher gnade
gegebin dy y wart, wen si
vlüsit vz gote alleine svndir
mittil vnd ist gevlossin durch
di menscheit vnsers lierren
Jesu Christi czu vns. Augustinus
spricht: orsprinc der
gnädin ist gebürt des ewigen
wortis vnd inist doch das wort
nicht vnd der vatir geberit
sinen son nicht von gnaden
svnder uon natüre, wen gnade
ist eyn geschaffen (f. 80)
creäture vnd di edilste di got
geschuf. Dy dritte göbe ist, dö
sich got selber gibt dem geiste
vnd vns das ewige wort gegebin
wart in menschlicher
natüre. Dis heisit eynig eyginlichir
eyn geist gift den eyn
gäbe, wen dö sich got gebit
obir gnädin vnd ober natüre
m di sele, das inkan nymant
vordinen noch nymant vergeldin.
Dor ume heysit man is
SitzungBber. d. phil.-hist. CI. XCIV. Bd. I.
komen von (1°) dem vater der
lichte, glösa. Is ist dryerleye
göbe: natürlich di ist als got
allin creätüren hät wezin
gegebin vn ouch natüre.
Das andir, das got
gnöde gibt allen vornunftigen
creätüren vn übernatürliche togunt
also glowbe hoffenunge vnd
übe. deze togunt vnd deze
gnöde mac nymant gegebin wen
got alleyne. Dorvmme alle di
heiligen, dydas'ertrichey gewan,
dy mochten nicht den mynsten
tropphin gotlichir gnöden
gegebin di y wart, wen ze
vloysit vz gote alleyne zunder
mittil vn ist gevlossin durch
dy menscheit Christi
czu vns. Augustinus
spricht: Orsprung der
gnöden ist gebort des ewigin
wortis vn enist doch das wort
nicht vn en der vater gebirt
zynen zon nicht von gnöden
zunder von nätüren, wen gnöde
ist eyne geschaffen
creätür, vn di edilste di got
geschuf. Dy dritte göbe ist, dö
zieh got zelbir gebit dem geyste
vnd vns das ewige wort gegebin
wart in menschlichir
nätüre dis heist eygen
eyne gift wen eyne
-gobe, wen dö zieh got gebit
bobin gnöde vnd bobin nätüre
yn dy zele, das kan nymant
vordynen noch nymant vorgeldin.
Dorvmme heist man is
Hft. 19