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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 94. Band, (Jahrgang 1879)

Beiträge  zur  Literatur  der  deutschen  Mystiker.  II.

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Ursprungs,  und  wahr  schein  lieh  ist  aüeh  in  Schlesien  das
Blatt  gefunden  worden.
Die  Nummern  3,  4  und  5  des  Abschnittes  II  geben
wieder  den  vollständigen  Text  von  drei  Predigten,  deren
Bruchstücke  in  einem  Doppelblatte  der  k.  k.  Hofbibliothek  zu
Wien  unter  Nummer  15315  erhalten  sind.  Dieses  Doppelblatt,
zu  je  zwei  Spalten,  die  Seite  mit  je  34  Zeilen  beschrieben,
ist  der  Ueberrest  einer  Pergamenthandschrift  aus  der  Mitte
oder  der  zweiten  Hälfte  des  XIV.  Jahrhunderts.  Wie  dieselbe
der  Zeit  nach  dem  Plermann  von  Fritzlar  nahe  steht,  so  ist
sie  nach  der  breiten  sächsischen  Schrift  auch  dem  Raume  nach
der  Urschrift  nahe  gestanden.
Im  Abschnitte  III  wird  der  Inhalt  der  Wiener  Hs.  3057
der  k.  k.  Hofbibliothek  dargelegt.  Diese  Hs.  auf  Papier  in
der  ersten  Hälfte  des  XV.  Jahrhunderts,  je  zwei  Spalten  auf
jeder  Seite  geschrieben,  enthält  die  Predigten  über  die  sonntäglichen ­
  Evangelien  und  Episteln  des  ganzen  Kirchenjahres.
Nur  von  jenen  Festtagen,  die  sich  genau  an  die  drei  ,Hochgeziterd,
  nämlich  Weihnachten,  Ostern,  Pfingsten  anschliessen,
sind  ebenfalls  die  Predigten  vorhanden.  Voran  gehen  durch
das  ganze  Werk  die  Texte  der  jedesmaligen  Messe  ins  Deutsche
übersetzt.  Nach  den  gemeinen  Angaben  soll  die  Hs.  aus  447
Blättern  bestehen,  was  aber  nicht  der  Fall  ist,  es  sind  bloss
422  Blätter  vorhanden.  M.  Denis  ist  nämlich  bei  der  Bezifferung ­
  von  224  auf  250  gesprungen.  Ich  habe  seine  Zählung
beibehalten,  da  der  Irrthum  nicht  schadet,  eine  Verbesserung
aber  verwirren  könnte.  Am  Anfänge  ist  die  Hs.  nicht  vollständig, ­
  wie  viele  Blätter  fehlen,  lässt  sich  nicht  sagen.  Von
dem  jetzt  ersten  Blatte,  das  aber  weder  P.  Lambek  noch
M.  Denis  mitgezählt  haben,  ist  die  äussere  Hälfte  von  oben
bis  unten  abgerissen.  In  der  Hs.  selbst  sind  zwei  Blätter
zwischen  359  und  360  in  Abgang  gekommen,  lange  bevor
Denis  die  Hs.  für  seine  Arbeit  über  die  theologischen  Idss.
der  k.  k.  Hofbibliothek  in  Augenschein  nahm.  Die  erste  vollständige ­
  Predigt  in  dom  II.  adv.  beginnt  auf  3 a .
Die  Anfänge  der  einzelnen  Predigten  sind  in  der  Uebersicht
  nach  dieser  Hs.  mitgetheilt,  woraus  sich  Jeder  überzeugen
kann,  dass  dieselben  in  der  gemeinen  bairisch-österreichischen
Mundart  geschrieben  sind.  Für  das  Wintertheil  dieser  Samrn-
            
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