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Schonbach.
s. z.
— 16 erbietunge, bei Lexer als ,Anerbieten 4 aus dem Wiener Copeybuch
1454—1464 und in den Nachträgen Sp. 153, hier ,Erweisung, Leistung 4 .
— 19 nun = niwan vgl. 199, 8; 200, 13:
— 20 er ist ocli vater aller toter creatur, Zs. XVIII 72, 17.
— 21 ohne Relativpronomen, vgl. 198, 3.
— 22 in den himelischen leuten vgl. 193, 31 ff.
— 28 erdefruht, nur einmal als Compositum aus Megenberg belegt; vgl.
von erden frulit Adäm genas Parz. 464, 12.
— 30 er, ich habe absichtlich das interpunctierte Wort in den Text aufgenommen,
um das Zusammenfliessen zweier Constructionen hier
deutlich erscheinen zu lassen.
— 33 Scherer hat bereits MSD 2 , S. 452 ff. nachgewiesen, dass der Gedanke,
die sieben Bitten des Vaterunser als Heilmittel gegen die sieben
Ilauptsünden zu verwenden, zunächst auf Hugo von Sanct Victor
zurückverfolgt werden kann. Im Opusculum de quinque septenis seu
septenariis hat Hugo diese beiden Siebenzahlen noch mit denen der
Gaben des heiligen Geistes, der Tugenden und der himmlischen Seligkeiten
combiniert. Ob dieses Werkchen Quelle für unser Stück war,
(f. 26 a der Handschrift wird Hugo als Gewährsmann für die Erzählung
eines Wunders citiert) ist mir dessbalb zweifelhaft, weil Hugo auch
im zweiten Buch der Allegorien zum Evangelium Matthaei zwei Auslegungen
des Paternoster bringt, deren zweite (Mainzer Ausgabe von
1617, I 213 ff.) die Ueberschrift- trägt: De septem peccatis mortalibus
contra quae valent orationis Dominicae petitiones. Diese scheint bei
der vorliegenden Rede benutzt worden zu sein. Die Sünde als Wunde
zu betrachten (Heinzei vergleicht noch: Trost in Verzweiflung und
die einleitenden Verse von Hartmanns Gregor), wurde darin durch
folgende Stelle der Einleitung nahegelegt: Haec ergo sunt vitia septem.■
de quibns universa rationalis animae corruptio manat. Omne enim, quod
Integritäten corrumpit, vitium est. Sed est alia integritas corporeae
naturae, alia naturae incorporeae. — JRursum corporea natura:
quaedam statum habet, sensum non habet: quaedam vero sensum habet et
statum. In illa ergo, quae sensu caret, corruptio accedens violat unitatem:
ad illam autem, quae sensum habet, corruptio ingrediens laedit
sanitatem. Die vierte Sünde heisst in dieser Arbeit Hugos wie in
unserm Text: accidia, im Opusculum de septem septenis aber: tristitia.
Weiter scheint die Entlehnung nicht zu gehen, in der Ausführung des
Gedankens ist der deutsche Autor wol selbständig. — Eine vierte Auslegung
des Vaterunser findet sich in dem Hugo zugeschriebenen Werke:
De officiis, ceremoniis et observationibus ecclesiasticis, welches Liebner
(Hugo von St. Victor S. 509) für unächt erklärt hat, im 39. Capitel des
zweiten Buches, Opp. III 276 f. Zu Scherers Erörterung merke ich an,
dass die Combination der Siebenzahlen mit den Erzvätern schon bei
Beda III 492 ff. 495. (der Cölner Ausgabe von 1688) sich findet. —
Keiles Speculum Ecclesiae hat S. 178 ff. zwei Auslegungen des Vaterunser,
welche den Hauptgedanken wol auch von Hugo übernommen