Mittlieilungen aus altdeutschen Handschriften. II.
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besonders vor e und i. tz für z nach Liquiden 13 Mal. s ein
paarmal falsch für z. sc einigemale. p für b im Anlaut 10 Mal.
ph und pf wechseln, einmal pf falsch für ph. w für b: awer,
b für io: geber. — Auffallend ist die grosse Anzahl starker
Apokopen in Conjugation und Declination. Auch Synkopen
sind sehr häufig, besonders g- für ge. 32 Inclinationsfälle und
zwar ziemlich harte, ce = ze wird meistens ans Substantivum
oder Verbum angelehnt. Anderes findet sich in den Anmerkungen
besprochen.
II zeigt gegen I entschiedene Symptome vorgeschrittener
Entwicklung. Das Auffallendste sind die vielen Vocalcombinationen,
welche die Unsicherheit in der begonnenen Diphthongierung
der Länge ausdrücken. ei, i für i 10 Mal, cd für
ei 8 Mal (antweder, anander), ao, d für ou je 1 Mal, au für ü
1 Mal, ou für ü 11 Mal. eiu, ieu, iü für iu 42 Mal, nur 4 Mal
eu für iu. 2 Mal iü für öu, eu. a für o 4 Mal, ä für 6 2 Mal,
o für a 1 Mal. e für ce 9 Mal, ce für e 3 Mal, aii für ei 2 Mal.
ce für a 1 Mal, für ä 4 Mal. i für e in iz 27 Mal. i für ei in
hiligen 10 Mal. ei für e (weinich) 1 Mal, Weinhold Bair. Gr.
§. 80. i für ie 68 Mal. u für uo 69 Mal, uo für u und ü
31 Mal, ü für ou 12 Mal. ou für o 1 Mal. ue für u, uo, iu
in einer grossen Anzahl von Fällen, e über dem Vocal bezeichnet
Umlaut, ist oft falsch gesetzt, ei aus age 8 Mal. —
l fällt aus 1 Mal wertlichen. Bair. Gr. §. 159. r fällt aus:
vodern, voderst, mater 2 , im ganzen 4 Mal. I verdoppelt 2 Mal:
wille — teile, nn für n 1 Mal. cli für k steht durch, auch für h
und clc tritt es etliche Male ein. cli ausgefallen hozeit 4 Mal.
t für d 4 Mal, aber auch 5 Mal d für t im Auslaut nach Vocalen
und Liquiden, in want wechseln beide, sc für sch 4 Mal
(.5 cli für sch sind wol Schreibfehler), s für z 4 Mal, z für, s
9 Mal. tz für z 2 Mal, 1 Mal ditzze. p für b 10 Mal im Anlaut.
b für w 4 Mal, io für b 1 Mal. pf in der Regel, aber
auch ph oft. aver 4 Mal. Eine überaus grosse Menge von
starken Apokopen und Synkopen sind wahrzunehmen, 11 starke
Inclinationen. Anderes in den Anmerkungen.
Mit Sicherheit weisen die angeführten Einzelnheiten der
Lautgebung darauf hin, dass beide Stücke dem baierischen
Dialecte angehören. Schmeller vermuthet im grossen Cataloge,
dass die Hds. aus Metten stamme. Nach Hund, Metropolis