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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 94. Band, (Jahrgang 1879)

Mittlieilungen  aus  altdeutschen  Handschriften.  II.

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besonders  vor  e  und  i.  tz  für  z  nach  Liquiden  13  Mal.  s  ein
paarmal  falsch  für  z.  sc  einigemale.  p  für  b  im  Anlaut  10  Mal.
ph  und  pf  wechseln,  einmal  pf  falsch  für  ph.  w  für  b:  awer,
b  für  io:  geber.  —  Auffallend  ist  die  grosse  Anzahl  starker
Apokopen  in  Conjugation  und  Declination.  Auch  Synkopen
sind  sehr  häufig,  besonders  g-  für  ge.  32  Inclinationsfälle  und
zwar  ziemlich  harte,  ce  =  ze  wird  meistens  ans  Substantivum
oder  Verbum  angelehnt.  Anderes  findet  sich  in  den  Anmerkungen ­
  besprochen.
II  zeigt  gegen  I  entschiedene  Symptome  vorgeschrittener
Entwicklung.  Das  Auffallendste  sind  die  vielen  Vocalcombinationen,
  welche  die  Unsicherheit  in  der  begonnenen  Diphthongierung ­
  der  Länge  ausdrücken.  ei,  i  für  i  10  Mal,  cd  für
ei  8  Mal  (antweder,  anander),  ao,  d  für  ou  je  1  Mal,  au  für  ü
1  Mal,  ou  für  ü  11  Mal.  eiu,  ieu,  iü  für  iu  42  Mal,  nur  4  Mal
eu  für  iu.  2  Mal  iü  für  öu,  eu.  a  für  o  4  Mal,  ä  für  6  2  Mal,
o  für  a  1  Mal.  e  für  ce  9  Mal,  ce  für  e  3  Mal,  aii  für  ei  2  Mal.
ce  für  a  1  Mal,  für  ä  4  Mal.  i  für  e  in  iz  27  Mal.  i  für  ei  in
hiligen  10  Mal.  ei  für  e  (weinich)  1  Mal,  Weinhold  Bair.  Gr.
§.  80.  i  für  ie  68  Mal.  u  für  uo  69  Mal,  uo  für  u  und  ü
31  Mal,  ü  für  ou  12  Mal.  ou  für  o  1  Mal.  ue  für  u,  uo,  iu
in  einer  grossen  Anzahl  von  Fällen,  e  über  dem  Vocal  bezeichnet ­
  Umlaut,  ist  oft  falsch  gesetzt,  ei  aus  age  8  Mal.  —
l  fällt  aus  1  Mal  wertlichen.  Bair.  Gr.  §.  159.  r  fällt  aus:
vodern,  voderst,  mater  2 ,  im  ganzen  4  Mal.  I  verdoppelt  2  Mal:
wille  —  teile,  nn  für  n  1  Mal.  cli  für  k  steht  durch,  auch  für  h
und  clc  tritt  es  etliche  Male  ein.  cli  ausgefallen  hozeit  4  Mal.
t  für  d  4  Mal,  aber  auch  5  Mal  d  für  t  im  Auslaut  nach  Vocalen
  und  Liquiden,  in  want  wechseln  beide,  sc  für  sch  4  Mal
(.5  cli  für  sch  sind  wol  Schreibfehler),  s  für  z  4  Mal,  z  für,  s
9  Mal.  tz  für  z  2  Mal,  1  Mal  ditzze.  p  für  b  10  Mal  im  Anlaut. ­
  b  für  w  4  Mal,  io  für  b  1  Mal.  pf  in  der  Regel,  aber
auch  ph  oft.  aver  4  Mal.  Eine  überaus  grosse  Menge  von
starken  Apokopen  und  Synkopen  sind  wahrzunehmen,  11  starke
Inclinationen.  Anderes  in  den  Anmerkungen.
Mit  Sicherheit  weisen  die  angeführten  Einzelnheiten  der
Lautgebung  darauf  hin,  dass  beide  Stücke  dem  baierischen
Dialecte  angehören.  Schmeller  vermuthet  im  grossen  Cataloge,
dass  die  Hds.  aus  Metten  stamme.  Nach  Hund,  Metropolis
            
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