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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 94. Band, (Jahrgang 1879)

Eraendationen  zur  Naturalis  Historia  des  Plinius.  III.

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asparagus  seritur  semitie,  aber  das  Hinzutreten  einer  weiteren
zum  Prädicate  gehörenden  Bestimmung,  die  grammatisch  sich
nach  dem  in  Wirklichkeit  noch  nicht  existirenden  Subjecte
richtete,  wäre  widersinnig,  also  ist  es  auch  asparagum  semine
serunt  maceratum  fimo.  Grammatisch  und  logisch  in  Ordnung
wären  die  Worte  plurimum  maceratum  fimo  nur  dann,  wenn
das  Particip  aoristisch,  wie  man  sagt,  stünde,  1  also  von  der
Zeit  nach  der  Aussaat,  d.  h.  wenn  plurimum  maceratum  fimo
hiennio  dem  entspräche,  was  bei  Palladius  mit  den  Worten
bezeichnet  ist  per  biennium  in  seminario  suo  est  stercore  ....
nutnenda.  Das  aber  scheint  mit  der  Bedeutung  des  Wortes
macerare  unvereinbar.  Auch  von  der  Wirkung  des  Düngers
auf  die  physikalische  Beschaffenheit  des  Bodens  ist  mir  der
Ausdruck  macerare  nicht  bekannt.  Uebrigens  will  Plinius  nur
die  Neuerung  im  Verfahren  angeben,  sodass  das  Düngen,
nachdem  es  schon  §.  148  als  nothwendig  bezeichnet  ist,  nicht
noch  einmal  hervorgehoben  zu  werden  braucht.  Es  wird  also
maceratum  fimo  doch  von  dem  zur  Saat  vorbereiteten  Samen
verstanden  werden  müssen.  Dann  aber  ist  macerato  in  fimo
zu  schreiben  und  das  Ganze  so  herzustellen:
....  plurimum  macerato  in  fimo.  hiennio  dein  nexis
inter  se  etc.
19,  160.
Haec  quoque  servantur  simili  gevere,  mentam,  dico  puleiumque
  et  nepetam,  condimentorum  tarnen  omnia  quae  fastidiis
cuminum  amicissimum.
So  die  Codices 2  mit  arger,  nach  Silligs  Urtheil 3  unheilbarer ­
  Verderbniss.  Vielleicht  steht  es  doch  nicht  gar  so  schlimm
1  Vgl.  5,  90  (Euplirates)  parte  laeva  in  Mesopotamiam  vadit  per  ipsam
Seleuciam,  circa  eam  praefluenti  infusus  Tigri.  8,  185  Oermanici  Caesaris
manu.s  aversatus  est  (Apis)  haud  multo  postea  exstincti.  214  in  haec  se
librat  ut  tormento  aliquo  rotatus  in  petras.  18,  209  spem  veris  adtulisse
mox  saevissima  liieme  conflictatas.  Und  so  unzählige  Mal  im  Abi.  Abs.
2  Nur  dass  F.  tarn,  d  iam  bietet  statt  tarnen.
3  Er  bemerkt:  Locus  ita  mutilatus  et  corruptus  est,  ut  ex  nostris  subsidiis
restitui  non  possit.  Detlefsens  Versuch  ist  in  soferne  nicht  geeignet,
Silligs  Meinung  zu  widerlegen,  als  in  seinem  Texte  für  das  überlieferte
quae  kein  Platz  ist:  Er  liest:  ....  condimentorum  iam  amnia.  fastidiis
cuminum  amicissimum.
            
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