Emendationen zur Naturalis Historia des Plinius. III.
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Form der Rede aber ist dieser Uebergang nicht kenntlich gemacht,
oder ist vielmehr durch den Anklang von simili modo
an similis et cucurbitis natura angedeutet, aber durch das
Participium scandentis wieder verwischt. So leidet die Rede
• an unerträglicher Verwirrung. Nur wenn mit simili modo ein
neuer selbständiger Satz beginnt, ist durch den Anklang an
similis et cucurbitis natura, erkenntlich, dass von hier an die
ausschliessliche Behandlung der Kürbisse beginnt. Es wird
daher statt scandentis ,scandent‘ verlangt. Da nun die Aehnlichkeit
zwischen Gurke und Kürbiss nur in dem reptare flagellis,
nicht auch in dem scandere per parietum aspera besteht,
so wäre Ablativus absolutus und Wiederaufnahme seines logischen
Subjects im Pronomen beim Verbum wohl am Platze
und könnte geschi’ieben werden:
.... serere. simili modo reptantibus flagellis scandent is
(iis) per parietum aspera etc.
Vgl. 14, 10 (Vites) in Campano agro populis nubunt,
maritasque complexae atque per ramos earum procacibus
brachiis geniculato cursu scandentes cacumina aequant.
19, 120.
Nihil ocimo fecundius. cum maledictis ac probris serendum
praecipiunt ut laetius proveniat, sato pavitur terra ad cacuminum
qui serunt precantur ne exeat.
Die viel behandelte Stelle halte ich mit Jan und Detlefsen
und abweichend von Sillig und Urlichs (Vind. Plin. Nr. 405)
im Wesentlichen für richtig überliefert in den Codices des
Plinius, kann aber in den Schriftzügen des Cod. G. ad cauminum
nur ein weiteres Verderbniss des in den anderen
Codices überlieferten ad cacuminum sehen und daher in ut
cuminum keine befriedigende Herstellung des Ursprünglichen
erkennen. Ich sehe vielmehr in adca die verdorbenen Reste
des Wortes festuca, das zunächst seine erste Silbe in Folge
der Aehnlichkeit mit dem Anfang des vorhergehenden Wortes
einbüsste und dann noch weiter verschrieben wurde, wie es
die Handschriften aufzeigen. Es wäre mithin so zu schreiben:
sato pavitur terra festuca. cuminum qui serunt etc.
Vgl. 17, 87 t.erram circa radices festuca cospissandam.
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