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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 94. Band, (Jahrgang 1879)

Emendationen  zur  Naturalis  Historia  des  Plinius.  III.

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Form  der  Rede  aber  ist  dieser  Uebergang  nicht  kenntlich  gemacht, ­
  oder  ist  vielmehr  durch  den  Anklang  von  simili  modo
an  similis  et  cucurbitis  natura  angedeutet,  aber  durch  das
Participium  scandentis  wieder  verwischt.  So  leidet  die  Rede
•  an  unerträglicher  Verwirrung.  Nur  wenn  mit  simili  modo  ein
neuer  selbständiger  Satz  beginnt,  ist  durch  den  Anklang  an
similis  et  cucurbitis  natura,  erkenntlich,  dass  von  hier  an  die
ausschliessliche  Behandlung  der  Kürbisse  beginnt.  Es  wird
daher  statt  scandentis  ,scandent‘  verlangt.  Da  nun  die  Aehnlichkeit
  zwischen  Gurke  und  Kürbiss  nur  in  dem  reptare  flagellis,
  nicht  auch  in  dem  scandere  per  parietum  aspera  besteht,
so  wäre  Ablativus  absolutus  und  Wiederaufnahme  seines  logischen ­
  Subjects  im  Pronomen  beim  Verbum  wohl  am  Platze
und  könnte  geschi’ieben  werden:
....  serere.  simili  modo  reptantibus  flagellis  scandent  is
(iis)  per  parietum  aspera  etc.
Vgl.  14,  10  (Vites)  in  Campano  agro  populis  nubunt,
maritasque  complexae  atque  per  ramos  earum  procacibus
brachiis  geniculato  cursu  scandentes  cacumina  aequant.
19,  120.
Nihil  ocimo  fecundius.  cum  maledictis  ac  probris  serendum
praecipiunt  ut  laetius  proveniat,  sato  pavitur  terra  ad  cacuminum
qui  serunt  precantur  ne  exeat.
Die  viel  behandelte  Stelle  halte  ich  mit  Jan  und  Detlefsen
und  abweichend  von  Sillig  und  Urlichs  (Vind.  Plin.  Nr.  405)
im  Wesentlichen  für  richtig  überliefert  in  den  Codices  des
Plinius,  kann  aber  in  den  Schriftzügen  des  Cod.  G.  ad  cauminum
  nur  ein  weiteres  Verderbniss  des  in  den  anderen
Codices  überlieferten  ad  cacuminum  sehen  und  daher  in  ut
cuminum  keine  befriedigende  Herstellung  des  Ursprünglichen
erkennen.  Ich  sehe  vielmehr  in  adca  die  verdorbenen  Reste
des  Wortes  festuca,  das  zunächst  seine  erste  Silbe  in  Folge
der  Aehnlichkeit  mit  dem  Anfang  des  vorhergehenden  Wortes
einbüsste  und  dann  noch  weiter  verschrieben  wurde,  wie  es
die  Handschriften  aufzeigen.  Es  wäre  mithin  so  zu  schreiben:
sato  pavitur  terra  festuca.  cuminum  qui  serunt  etc.
Vgl.  17,  87  t.erram  circa  radices  festuca  cospissandam.
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