geätissert, indem er in der Verbindung der Worte ceteris
ramosus praetenui surculo einen Widerspruch fand und daher
eine Umstellung vornehmen wollte: praetenui surculo, ceteris
ramosus. 1 Dieser Einwurf nun zwar ist nicht zutreffend; denn
wenn die beiden Eigenschaften auch verschieden sind, so
schliessen sie einander doch nicht aus und jedenfalls gilt,
auch abgesehen von den fraglichen Worten, nach der Darstellung
des Plinius von einigen Hülsenfrüchten beides, dass
sie surculosa 2 und zugleich rarnosa sind, mag man nun ex Ms
allgemein von allen legumina oder von dem nach Ausschluss
der faba verbleibenden Reste verstehen. Dagegen trifft unleugbar
die Stelle der Tadel lästiger Wiederholung. Dass ein
Theil der legumina rarnosa sei, war schon bemerkt: ex Ms
ramosa cicer etc. Warum es noch einmal sagen? Das fiele
jedoch an sich nicht allzuschwer ins Gewicht, da ähnliche
Wiederholungen bei Plinius Vorkommen, wenn nicht die Art
der Anfügung eine ganz und gar verkehrte wäre. Diese ist
nämlich nach allen Manuscripten mit einziger Ausnahme von
F 2 entweder durch et oder durch sed bewerkstelligt und weder
das eine noch das andere ist passend. Dass es et nicht ist,
braucht nicht näher begründet zu werden; aber auch sed ist
verkehrt, da die Einheit des Stengels weder das Gemeinsame
der gegenübergestellten legumina ist, noch in der Verästung,
sondern nur in der Mehrheit der Stengel ihren Gegensatz
haben kann.
1 Pintianus bemerkt: Cum sit non exigua differentia inter ramosum et
surculosum, qua ratione consistet haec sententia: ceteris ramosus praetenui
surculo ? Videntur enim verba inter se pugnare.
2 Die Bedeutung von surculosus ergibt sich aus §. 51, wo legumina ovinia
singulas liabent radices praeter fabam, easque surculosas, quia non in
mulla dividantur genau mit Theophr. Hist, plant. 8, 2, 3 iibereinstimmt:
pKav Se ’iyji xa pev '/Jbpor.x r.mza %o\wbri xai piav. Vgl. ausserdem Plin.
18, 148; 19, 98; 12, 89; 21, 59. Was übrigens an der ersten Stelle des
Plinius (18, 51) den Zusatz praeter fabam anlangt, so scheint der auf einem
Missverständniss seiner Quelle zu beruhen. Theoplirast sagt a. a. O.
einige Zeilen weiter: ayibbv o'e xai Evavxftoak xi; Exaxfpwv iaxl • xa piv
yap '/{SporM povoppii(a o’vxa "oi./.ac avtoGev ir.b xwv xauXcuv cOTOtpuaEi?
nXrj'j xuäpou. Plinius scheint durch ein Versehen beim Excerpiren auf
die Wurzel übertragen zu haben, was sich auf die Ranken des Stengels
bezog.