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Z immermann.
der wunderbaren Stockholmer Begebenheit gesetzt; dieselbe
war ihr vielmehr schon vorher ,bekannt' und zwar durch niemand
Andern als durch Kant selbst, der ihr die ,Historie' erzählt
hatte (X. S. 455). Der Philosoph hat die Nachricht,
die er aus Kopenhagen erhalten hatte, in den Kreisen seiner
Bekannten zunächst mündlich verbreitet und ist erst durch
den ,Befehl' einer Dame, ,welche die Zierde ihres Geschlechts
ist', veranlasst worden, einen ,Bericht' über dieselbe auch
schriftlich abzustatten. Dass die Abfassung desselben aber
nicht unbeträchtliche Zeit in Anspruch nahm, geht aus den
Eingangsworten hervor, in welchen Kant bekennt, dass er sich
,so lange' der Ehre und des Vergnügens, dem Fräulein zu
schreiben, habe berauben müssen, weil er es für nöthig gehalten
habe, weitere Erkundigungen einzuziehen. Seine Bestätigung
aber findet es durch die im Briefe selbst enthaltene Schilderung
der von dem Briefsteller zu diesem Endzweck getroffenen Anstalten.
Das Nächste, was Kant that, war, dass er an jenen
Officier, dem er die erste Nachricht über die ,sonderbare Geschichte'
verdankte, nach Kopenhagen schrieb und ihm ,allerlei
Erkundigungen' aufgab. Wie aus der Antwort desselben hervorgeht,
hätte ihm Kant aufgetragen, sich neuerdings bei dem
Gesandten, an dessen Tafel er den Brief aus Stockholm zu
Gesicht bekommen hatte, über die Sache Aufklärung zu holen.
Dieser Gesandte war Graf Carl Johann Dietrichstein, Oberststallmeister
am Hofe der Kaiserin Maria Theresia und vertrauter
Freund ihres Sohnes, des römischen Kaisers Joseph II.,
welchen er unter Anderen auf dessen Romfahrt begleitete.
Derselbe vertrat den Wiener Hof in Dänemark während der
ganzen Dauer des siebenjährigen Krieges (1756—1763), in
dessen Schlussjahr er zu Berlin auf der Durchreise Unterhandlungen
einleitete, welche nachher zum Frieden führten.
Kant’s Correspondent suchte, ehe er diesem eine Antwort gab,
nicht nur den Gesandten, sondern auch andere Personen, wie
den Professor Schlegel (Johann Heinrich, den jüngsten Bruder
von Johann Elias und Johann Adolf Schlegel, der als Nachfolger
seines 1749 verstorbenen Bruders Elias in Kopenhagen lebte)
auf, um deren mündliches Zeugniss einzuholen. Damit noch
nicht zufrieden, rieth er Kant, selbst nach Schweden an