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Zimmer mann.
Beide Weisen des Daseins, obgleich simultan und in demselben
immateriellen Wesen vereinigt, würden doch ihrer
qualitativen Verschiedenheit halber im gewöhnlichen Lauf der
Dinge einander fremd bleiben müssen. So wenig ein Wesen,
welches der Existenz nach einem Raume von drei Dimensionen
angehört, sich eine Vorstellung von einem Raume von
mehreren ,Abmessungen-', also auch nicht von der Art und
Weise der Existenz eines einem solchen ungehörigen Wesens
zu bilden vermöchte, so wenig vermöchte dasselbe immaterielle
Wesen in seiner Denk- und Daseinsweise als ,Seele 1 von dessen
Denk- und Daseinsweise als ,Geist 1 und umgekehrt sich eine
sachentsprechende Vorstellung zu machen. Die Vorstellung,
heisst es (a. a. 0. S. 70), welche die Seele des Menschen von
sich selbst, als einem Geiste, durch ein immaterielles Anschauen
hat, in der sie sich im Verhältniss zu Wesen von
ähnlicher (Geister-) Natur betrachtet, ist von derjenigen ganz
verschieden, die ihr Bewusstsein sich selbst als Menschen
vorstellt, durch ein Bild, das seinen Ursprung aus dem Eindruck
körperlicher Organe hat, und welches Verhältniss gegen
keine anderen als materiellen Dinge vorgestellt wird. Es ist
daher ,zwar einerlei Subject, was der sichtbaren und unsichtbaren
Welt zugleich als ein Glied angehört, aber nicht eben
dieselbe Person 1 (einmal könnte man sagen als ,Erdgeist 1 , das
anderemal als ,Spirit 1 ); denn ,die Vorstellungen der einen sind,
ihrer verschiedenen Beschaffenheit wegen, keine begleitenden
Ideen der anderen 1 ; daher ,wird, was ich als Geist denke, von
mir als Mensch nicht erinnert, und umgekehrt kommt mein
Zustand als eines Menschen in die Vorstellung meiner selbst
als eines Geistes gar nicht hinein 1 .
Kant selbst erläutert (a. a. 0. S. 71) dieses Doppeldasein
desselben Wesens als menschliche ,Seele 1 und ,Geist 1 durch
,eine gewisse Art zweifacher Persönlichkeit, die der Seele
selbst in Ansehung dieses Lebens zukomme 1 . Die Vorstellungen,
die wir im tiefen Schlafe haben und deren wir uns nach dem
Erwachen nicht mehr erinnern, stellen, mit denen, die wir im
Wachen haben, verglichen, gleichsam ein abgesondertes, für
das Bewusstsein des Vorhandenen so gut wie nicht vorhandenes
Leben der Seele dar, während dessen der Schlafende
gleichsam eine ,andere Person 1 ist. Aber er ist zugleich geneigt,