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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 94. Band, (Jahrgang 1879)

Kant  und  der  Spiritismus.

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wiederum  an  verschiedenen  Orten  zerstreuten  physischen
Monaden  durchaus  an  einem  und  demselben  oder  vielmehr
als  raumlose  Wesen  an  keinem  Orte  gedacht  werden,  so  dass
von  den  Schwierigkeiten,  welche  die  räumliche  oder  zeitliche
Entfernung  oder  stoffliche  Hindernisse  der  erkennenden  oder
handelnden  Thätigkeit  räumlicher  Wesen  (wie  es  Menschen
und  Thiere  sind)  in  den  Weg  legen,  für  das  Wissen  und
Handeln  der  ,Geister'  keine  Rede  sein  könnte.  Dieselben  wären
als  raum-  und  stofflose  Wesen  von  einander  weder  dem  Ort,  noch
der  Zeit,  noch  der  Materie  nach,  also  überhaupt  nicht  äusserlich,
ihrer  ,leiblichen',  sondern  lediglich  innerlich,  ihrer  ,geistigen'
Qualität  nach  (etwa  als  gute  und  böse)  von  einander  verschieden, ­
  und  eben  so  wenig  ihrer  örtlichen  als  zeitlichen  Lage
oder  mehr  oder  minder  verfeinerten  Leiblichkeit  (etwa  als
Wesen  der  Ober-  und  Unterwelt,  ältere  und  jüngere,  grobmaterielle ­
  oder  ätherische  Wesen),  sondern  lediglich  ihrer
grösseren  oder  geringeren  geistigen  Vollkommenheit  nach  (als
bessere  und  schlechtere,  mehr  und  minder  intelligente  Geister)
einander  über-  neben-  und  untergeordnet  zu  denken.  Ihre
Totalität,  die  pneumatische  Welt,  liess  sich  wie  die  Totalität
der  physischen  Monaden,  die  mechanische  Welt,  als  ein  Ganzes
betrachten,  dessen  elementare  Bestandtheile,  die  Geistermonaden,
durch  ein  gemeinsames  geistiges,  wie  die  Bestandtheile  der
letzteren,  die  Körpermonaden,  durch  ein  gemeinsames  mechanisches ­
  Band  zusammengehalten  und  zu  einem  pneumati-.
  sehen  Kosmos  (Geisterreich),  wie  diese  zu  einem  physischen
(Naturreich)  verknüpft  werden.  Wie  Newton  die  Gravitation ­
  als  eine  wahre  Wirkung  einer  allgemeinen  Thätigkeit
der  Materie  in  einander  zu  behandeln  ,kein  Bedenken  trug',
der  er  den  Namen  der  ,Anziehung'  gab,  nimmt  Kant  keinen
Anstand,  ,die  Erscheinung  der  sittlichen  Antriebe  in  den
denkenden  Naturen,  wie  solche  sich  auf  einander  wechselweise
beziehen,  als  die  Folge  einer  wahrhaft  geistigen  Kraft,  dadurch ­
  geistige  Naturen  in  einander  einfliessen,  vorzustellen, ­
  so  dass  das  sittliche  Gefühl  diese  empfundene  Abhängigkeit ­
  des  Privatwillens  vom  allgemeinen  Willen  wäre
und  eine  Folge  der  natürlichen  und  allgemeinen  Wechselwirkung, ­
  dadurch  die  immaterielle  Welt  ihre  sittliche  (wie
die  materielle  durch  die  Gravitation  ihre  mechanische)  Einheit
            
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