Kant und der Spiritismus.
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Unmöglichkeit, und es wäre ,unnützlich', sich mit derselben zu
beschäftigen, wenn sich deren höchste Unwahrscheinlichkeit
darthun Hesse. Keines von beiden ist der Fall. Dasselbe, was
von der Vielheit der existirenden Welten und Raumesarten
gilt, lässt sich auch von der Existenz eines Nicht - Physischen
behaupten. Dasselbe wäre nur dann unmöglich, wenn es zum
Begriff eines Nicht-Physischen (z. B. eines Geistes) gehörte,
einen Raum so einzunehmen, dass ein Physisches denselben
nicht gleichzeitig einnehmen könnte, ohne dass eines durch
das andere von seinem Platze verdrängt würde. Denn da das
gesammte Universum, das wir kennen, physisch (d. i. mit
Materie erfüllt) ist, so wäre im Falle, dass Nicht - Physisches
eines besonderen Raumes bedürfte, innerhalb des Weltraumes
kein Platz für dasselbe. Aber die Undurchdringlichkeit ist
nur eine Eigenschaft des Physischen, nicht des Nicht-Physischen.
Der Umstand, dass der Weltraum, den wir kennen (der dreidimensionale)
mit Materie erfüllt ist, legt der Existenz eines
Nicht-Physischen innerhalb desselben Raumes so wenig ein
Hinderniss in den Weg, als in der Thatsache, dass wir einen
dreidimensionalen Raum kennen, ein Hinderniss liegen kann,
dass nebst diesem ein Raum ganz anderer Dimensionen, oder
eine völlig raumlose Welt vorhanden sei.
Wenn er sich auch seiner ,Erweislichkeit' halber zunächst
mit demjenigen Theile unseres Weltalls zu thun machte, dessen
Erkenntniss auf der Vereinigung von ,Erfahrung und Geometrie'
beruhe, so blieb sein eigentliches Absehen seiner Unerweislichkeit
ungeachtet doch auf denjenigen gerichtet, welcher sich
seiner UnWahrnehmbarkeit wegen der , Erfahrung', seiner Unräumlichkeit
wegen der ,Geometrie' entzieht. Wenn zur Erkenntniss
des physischen Theiles des Weltalls die physischen Sinne
und die wissenschaftliche Beherrschung der Gesetze des Raumes
hinreichen, bedarf es für dessen nicht-physischen Theil entweder
nicht-physischer Sinne, oder einer weder empirischen
noch mathematischen, sondern einer Erkenntniss aus reiner
Vernunft. Jene würde den Besitz eines Sinnes erfordern, der
nicht wie die irdischen Sinnesorgane an die Bedingungen der
Materie und (sei es eines, wie der uns allein bekannte, dreidimensionalen,
sei es überhaupt) eines Raumes gebunden wäre.
Diese aber setzt die Möglichkeit voraus, nicht nur die