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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 93. Band, (Jahrgang 1879)

Die  Basler  Bearbeitung  von  Lambrechts  Alexander.

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Es  Hessen  sich  noch  viele  Beweise  dafür  Vorbringen,  dass
die  Darstellung  in  B  n  u  r  auf  die  Hdp  zurückgehen  könne;
sie  folgt  ihr  jedoch  nicht  sklavisch.  Manches  fehlt  in  B,  was
Leo  ausführlich  darstellt.  So  gleich  zu  Anfang  die  Aufzählung
der  herannahenden  Völkerschaften,  von  denen  auch  Ekkehard
nichts  berichtet.  Wie  dieser  bringt  B  nichts  Näheres  über  die
incantatio,  gegen  die  Autorität  der  Hdp;  nichts  von  den  Zuständen
in  Aegypten,  nachdem  der  König  so  plötzlich  verschwunden  war.
Dagegen  fügt  B  ein  oder  das  andere  Detail  hinzu,  so  wenn
z.  B.  Vers  96  ff.  erzählt  wird:
diu  froutce  ir  zucht  nit  vergaz:
si  hie  im  schenken  iren  win
in  einen  köpf  guldin.
der  durst  in  nit  vil  sere  tiocing:
ez  stuont  anders  sin  gedanh.
Oder  Vers  175  f.  duostü  mir  daz  kunt  :  daz  dunket  mich  ein
spcecher  funt.  Während  solche  Ausmalungen  Eigenthum  von  *B
zu  sein  scheinen,  ist  dagegen  Anderes,  was  B  abweichend  von
der  Hdp  enthält,  in  anderen  Darstellungen  erhalten;  z.  B.  in
der  Beschreibung  des  Gottes  Ammon  (Vers  193—198)  stimmt
Vers  193  er  ist  ze  jung,  noch  ze  alt  mit  der  Hdp  neque  iuuenis
neque  senex,  wenn  B  dagegen  fortfährt:  in  rehter  mos  gestalt,
so  findet  sich  eine  Parallele  zwar  nicht  bei  Leo,  wohl  aber
in  der  Verdeutschung  des  Euseb:  er  hat  ein  mittel  gsetalt,  und
in  D  —  Ekkehard  62,  28  sagt:  in  media  aetate  consistit  —
und  für  Vers  195  f.  er  hat  an  der  stirne  sin  zwe  horn  widrin
ist  nur  PsK  I  4  yipcaa  lfm  ez  toü  p.etwzou  Ttecpuy.oTa  und  Ekk.
62,  29  habens  .  .  .  in  fronte  cornua,  ferner  D  2 C  het  an  de  liewpte
herner  alz  ein  stechir  heranzuziehen.  Mit  der  Ansicht,  dass
Ammons  Bart  sei  gestalt  als  einem  kitzin  steht  B  ganz  allein.  1
Schon  aus  dem  bisher  Gesagten  gieng  klar  hervor,  dass
die  Untersuchung  keineswegs  einfach  ist,  doch  hat  dies  nur
darin  seinen  Grund,  dass  man  nicht  jene  Textesgestalt  der
Hdp  benutzen  kann,  die  dem  Bearbeiter  Vorgelegen  haben
muss.  Denn  ein  Verfahren,  wie  man  es  nach  meinen  Ausführungen ­
  anzunehmen  hätte,  ist  undenkbar;  eine  Compilation
1  Hdp  et  barbam  canis  habens  ornatam  D  2 C  vnnd  hot  einen  hundes  balg
wol  geczyreth  Berger  XIII  2,  294  et  barbes  aornee  de  chaenes.
            
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