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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 93. Band, (Jahrgang 1879)

Beiträge  zur  Diplomatik  VII.

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oder  Hoholt  erwähnte  ich  schon;  er  hat  noch  an  St.  232  vom
30.December  952  mitgearbeitet.  Neben  ihm  am  thätigsten  war
Brun  B.  Er  schrieb  bereits  am  10.  Januar  941  St.  102  und
unterfertigte  noch  am  26.  December  948  St.  170.  In  Vergleich
mit  diesen  Männern  kommen  die  andern  Subscribenten  dieses
Zeitabschnitts  so  selten  vor,  dass  ich  gleich  alle  die  Diplome
anführen  kann,  an  deren  Ausfertigung  sie  betheiligt  waren.
Brun  C  tritt  zuerst  in  St.  412  und  413  vom  October  942  1  auf,
schrieb  dann  das  zweite  Exemplar  von  St.  158,  ferner  St.  190
und  endlich  mit  Hoholt  St.  232.  Brun  D  als  Scriptor  oder
Subscribent,  denn  in  seiner  Eigenschaft  als  Dictator  kann  ich
ihn  erst  in  anderem  Zusammenhänge  vorführen,  kenne  ich  aus
dem  einen  Exemplar  von  St.  130  aus  dem  Jahre  946,  aus
St.  131,  148  und  aus  St.  192  vom  Januar  951.  Brun  E  begegnet ­
  in  den  Jahren  948—952  in  St.  169,  185,  226  und  Brun  F
seit  949  in  St.  168,  180,  192.  Endlich  habe  ich  Otbert  zu
nennen,  welcher  seit  949  für  Bruno  in  St.  165,  179,  218  unterfertigt, ­
  dann  St.  217,  219  im  eigenen  Namen  recognoscirt.
Wahrscheinlich  hatte  der  Rücktritt  von  Brun  B  zur  Folge,
dass  in  den  nächsten  Jahren  so  verschiedene  Subscribenten  Verwendung ­
  fanden.
Mit  den  fünf  zuletzt  genannten  Männern  und  mit  einigen,
welche  ich  als  Subscribenten  im  Jahre  952  noch  anzuführen
haben  werde,  hat  es  eine  eigene  Bewandtniss.  Obgleich  mehrere, ­
  wie  schon  die  citirten  Regestennummern  oder  die  Daten
lehren,  noch  nach  951  unter  Bruno,  ja  einige  selbst  nach  953
unter  dessen  Nachfolger  Liudolf  in  der  Kanzlei  arbeiten,  so
treten  sie  doch  nur  vereinzelt  auf.  Sie  erscheinen  insofern  und
noch  mehr,  wenn  man  die  Orte,  an  denen  sie  fungiren,  in  Betracht ­
  zieht,  als  vorübergehende  Hofgenossen,  nicht  als  ständige
Mitglieder  der  Kanzlei,  nicht  als  ständige  Begleiter  des  Kanzlers.
Sie  nennen  sich  jedoch  Notare,  ja  nach  951  wohl  auch  Kanzler
und  sie  sind  betreffs  des  Arbeitsantheils  den  durch  viele  Jahre
hindurch  nachweisbaren  Hoholt  und  Brun  B  ganz  gleichgestellt
gewesen.  Ich  erinnere  hier  an  jenen  Notker,  der  unter  Poppo
gleichfalls  vorübergehend,  d.  h.  in  St.  83  als  Recognoscent  und
Subscribent  und  in  St.  84  als  Subscribent  auftritt.  Aber  schon

1  Ueber  die  Datirung  s.  Beitr.  zur  Diplomatik  6,  437.
Sitzungsber.  d.  phil.-hist.  CI.  XCIII.  Bd.  IV.  Hft.

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