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Iv r e m e r.
(und Gehalte), sowie der Oekonomie hierin, er baut prächtige
Palläste, feste Burgen und ausgedehnte Städte, hehre Tempel;
er beschenkt königlich die an seinem Hoflager erscheinenden
Grossen der fremden Völker und Häuptlinge der Stämme; er
spendet Wohlthaten an seine Verwandten, schenkt Geld und
Ehren seinen Anhängern und Dienern, er inspicirt selbst die
Soldtruppen, weist ihnen regelmässig ihre Rationen zu und
zahlt ihnen ihre Löhnung Monat für Monat, so dass sich
die Wirkung davon selbst in ihrer Kleidung, Ausrüstung und
Bewaffnung an den Festtagen zeigt; er überbietet hiedurch
die befreundeten Mächte und flösst den feindlichen Schrecken
ein' u. s. w.
,Die vierte Phase ist eine Periode der Genügsamkeit und
der Friedensliebe: der Fürst, befriedigt mit dem von seinen
Vorfahren ihm übertragenen Ruhme, lebt im Frieden mit den
andern Fürsten und ahmt sorgfältig das Verhalten seiner Vorfahren
nach; durchdrungen von der Ueberzeugung ihrer Weisheit
hielte er sich für verloren, wenn er von dem durch sie
ihm gegebenen Beispiele abwiche.'
,Die fünfte Phase hat die Misswirtschaft und Verschwendung
zur Begleitung, der Fürst gibt in Genusssucht und Schwelgereien
die von seinen Vorfahren angesammelten Schätze aus,
verschwendet reiche Geschenke an seine Günstlinge und Gehalte
an die Werkzeuge seiner Lüste, denen er hohe Aemter
überträgt, die auszufüllen sie unfähig sind. Er verletzt hiemit
das Selbstgefühl der leitenden Männer seines Volkes und jener,
die ihr Vermögen der Grossmuth seiner Vorfahren verdanken,
bis sie es ihm nachtragen und sich von ihm zurückziehen; bis
die Soldtruppen von ihm abfallen, weil er ihre Löhnung auf
seine Gelüste ausgegeben hat ohne sich je um sie zu bekümmern.
So zerstört er was von seinen Vorfahren gegründet worden
und reisst er nieder, was sie gebaut.' 1
Der Verlauf der Geschichte ist also, wie sich aus obigen
Stellen mit Sicherheit erkennen lässt, ein Kreislauf und wiederholt
sich fort und fort. Dass diese Ansicht nicht erst von
Ibn Chaldun aufgestellt ward, sondern schon früher von den
Denkern des Orients ersonnen worden sei, können wir daraus
1 I, 356 (314 ff.).