Die Basler Bearbeitung von Lambrechts Alexander.
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III. Capitel.
B steht allein.
Naturgemäss zerfallt die folgende Untersuchung in zwei
Theile, sie behandelt: 1. Aenderungen und 2. Auslassungen.
Dabei sind wieder zu scheiden a) Auslassungen mit bestimmter
Kunstabsicht, b) fehlerhafte Auslassungen, durch die der
Sinn gestört wird.
Wackernagel stellte die Ansicht auf, B sei durch eine neuerliche
Ueborsetzung von Alberics Werk entstanden. Seite 31
seiner Schrift sagt er: ,Der Verfasser hat mit dem Lamprecht
in der Hand noch einmahl dessen franzoesisches Vorbild, den
Alexander Aubris von Besancon verdeutscht'. Dass diese Ansicht
unhaltbar sei, ergibt sich schon daraus, dass *B die von
A ausdrücklich zurückgewiesene Einleitung über Alexanders
Abstammung und Geburt enthält. Hätte ihm also Alberich
Vorgelegen, so hätte er sich gewiss nicht unter die Schaar von
lougenären gestellt, von denen die Rede ist. Das von P. Heyse
gefundene Bruchstück des französischen Gedichtes kannte
Wackernagel noch nicht. Auch Alberich sagt: Dicunt alquant
estrobatour, quel etc., in B müsste daher, wenn Wackernagels
Ansicht die richtige wäre, wenigstens mit einigen Worten
gegen den Ausspruch Alberichs remonstriert und die Richtigkeit
der Geschichte mit Nektanabus hervorgehoben werden.
Doch nichts von alledem, B berichtet mit Ruhe die ganze
schmutzige Erzählung, die einen betrügerischen Pfaffen und
eine leichtgläubige Königin vorführt, wie sie die mittelalterlichen
Alexanderdarstellungen alle überliefern.
Dies ist die Hauptänderung von B, es wollte aber mit
seiner Einleitung offenbar die vollständige Sage geben, denn
in seiner Hinweisung auf Alexander heisst es: der disse mer
weit wissen der lesse den grossen allexander oder daz büch der
machabeis. (Bl. 21 a . 1.).
Diese Einleitung ist darum interessant, weil man aus ihr
die Leistung des Ueberarbeiters ersehen kann. Die Ansicht,
welche Wackernagel ausgesprochen hatte, die Entstehung von