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Werner.
species den Einwirkungen der siderischen Potenzen anheimzugeben.
Baco steht, soweit er an diesem Verhältniss zwischen
himmlischer und sublunarischer Welt festhält, unter dem Einflüsse
der antiken Kosmologie und Physik, während sich in
seiner Betonung der Bedeutung des Individuellen und Singulären
der christliche Gedanke geltend macht. Dieses Gedankenmotiv
scheidet seinen Individualismus von dem empiristischen
Singularismus der Nominalisten ab, welcher auf die
Verwerfung der von Baco wenigstens relativ anerkannten metaphysischen
Bedeutung des Allgemeingedankens gegründet war.
Aber sowohl Baco als auch die mittelalterlichen Nominalisten
halten an der antiken Auffassung des Verhältnisses zwischen
himmlischer und irdischer Welt fest, und stehen daher in einem
ihnen Beiden gemeinsamen Gegensätze zu Nikolaus von Cusa,
welcher durch die speculative Begründung, die er seinem Individualismus
gab, die Schranken der antiken Kosmologie durchbrach,
und bereits auch die physikalische Unrichtigkeit des
geocentrischen Weltsystems andeutete. Baco blieb durch sein
Festhalten am Geocentrismus innerhalb die Gränzen der mittelalterlichen
Weltanschauung gebannt, während der Cusaner durch
seinen speculativen Individualismus den ersten Schritt über
dieselbe hinausthat. Baco’s Individualismus ist nicht jener des
speculativen Gedankens, sondern einfach nur jener des christlich-religiösen
Creationsgedankens unter Verzicht auf den noch
ausserhalb seines Denkbereiches liegenden Versuch einer Vermittelung
der generischen Allgemeinheit mit der individuellen
Besonderheit in einem über beide hinausliegenden höheren
Denkelemente, in welches sich Nikolaus von Cusa durch seinen
speculativen Individualismus aufschwang', ohne freilich über
eine ontologisch abstracte Fassung und Lösung des von ihm
aufgegriffenen philosophischen Denkproblems hinauszugelangen.
Baco begnügte sich zufolge seines grundsätzlichen Empirismus
mit einem physikalischen Dynamismus, der ihm die unmittelbare
Gewährschaft für die Richtigkeit seines Individualismus bot,
und ihm aucli die orientirenden Gesichtspunkte für die Ermittelung
des richtigen Verhältnisses zwischen Stoff und Form
als den grundhaften Componenten alles geschöpflichen Daseins
darbot. Denn alle Kraftwirkung geht von einem bestimmten
Centrum aus, welches als solches einen bestimmten Ort ein-