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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 93. Band, (Jahrgang 1879)

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W  einer.

dem  Unterschiede,  dass  die  Gaben  der  Venus  sieh  auf  irdisches
zeitliches  Glück,  jene  des  Jupiter  hingegen  auf  die  geistigen
ewigen  Güter  beziehen.  Jedes  Haus  hat  seinen  eigenen  Namen
und  seine  eigene  Bedeutung.  Das  erste  Haus  heisst  Domus
vitae,  das  zweite  Domus  substantiae  u.  s.  w.,  das  neunte  Haus
ist  die  Domus  peregrinationum  atque  itinerum,  fidei  et  dignitatis
  et  religionis,  ac  domus  culturae  Dei,  sapientiae,  librorum,
epistolarum  et  legatorum,  narrationum  ac  rumorum  ac  somniorum
  —  also  alles  dessen,  was  auf  die  Religion  sich  bezieht
oder  mit  ihr  in  Verbindung  steht.  Wie  jeder  Planet,  tritt  auch
Jupiter  in  seinem  Plause  in  Conjunction  mit  den  übrigen  Planeten. ­
  Die  sechs  möglichen  Conjunctionen  des  im  neunten
Hause  herrschenden  Jupiter  mit  den  sechs  übrigen  Planeten
erschöpfen  die  sechs  möglichen  Formen  und  Gestaltungen  des
religiösen  Gedankens  in  der  zeitlich-irdischen  Menschenwelt.
Die  Conjunction  des  Jupiter  mit  dem  Saturn,  dem  obersten  und
gleichsam  ältesten  der  Planeten  bedeutet  die  jüdische  Religion,
die  älteste  der  Völkerreligionen,  auf  welche  sich  alle  anderen
Religionen  in  irgend  einer  Weise  zurückbeziehen.  Die  Conjunction ­
  des  Jupiter  mit  Mars  bedeutet  die  Religion  der  feueranbetenden
  Chaldäer,  die  Conjunction  mit  der  Sonne  die  Religion ­
  der  Aegypter,  welche  das  von  der  Sonne  beherrschte
Himmelsheer  adorirten,  die  Conjunction  mit  der  Venus  den
Muhamedanismus,  der  übrigens  der  Sache  nach  schon  vor
Muhamed  bestand, 1  die  Conjunction  mit  dem  Mercur  die  christliche ­
  Religion,  die  Conjunction  mit  dem  Monde  aber  die  Religion ­
  des  Antichrist. 2  Die  Lex  Mercurialis  gilt  Baco  als  das
1  Unde  in  libro,  qui  adseribitur  Ovidio  de  vitae  suae  mutatione,  cum
loqueretur  de  secta  venerea,  quam  hominibus  sui  temporis  legem  dixit
esse,  dicit  in  metro  suo:
In  qua,  si  libeat,  quodcunque  licere  putatur,
Scripta  licet  super  lioc  noudum  lex  inveniatur.
Op.  maj.,  p.  121.
2  Si  Jupiter  complectatur  Lunae,  dicunt  domini  astronomiae,  erit  lex  Lunae
et  ultima,  quia  circulus  Lunae  est  ultimus,  et  haec  erit  lex  corruptionis
et  foeda,  quae  violabit  omnes  alias  leges  et  suspendet  eas,  etiam  Mercurialem
  ad  tempus.  Luna  enim,  ut  dicunt,  significat  super  nigromantiam
et  mendacium,  et  ideo  lex  Lunae  erit  nigromantica  et  magica  et  mendosa.
Et  propter  corruptionem  lunaris  motus  et  ligurationum  lunarium  significat ­
  super  corruptionem  istius  legis,  quae  erit  in  se  eorrupta  et  alias
            
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