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Wern er.
einem scheinbaren Schluss' ,auf eigene Faust'. Beide beweisen,
dass sie die 35 Verse, welche in V dem Gedichte ein so plötzliches
Ende bereiten, nicht naher untersuchten.
Dieser Schluss zerfällt in zwei Theile. Die Verse 1—19
sind in M aii anderer Stelle, in anderem Zusammenhänge überliefert,
bestehen jedoch zum grössten Theile aus Versen, die V
schon irgendwie verwerthet hatte. Die Verse 20—35 sind in
V zwar originell, doch auch hier nur früherem Zusammenhänge
entnommen.
Dieses überraschende, bisher von Niemandem beachtete 1
Factum ist nicht leicht zu erklären. Wie kam V überhaupt
dazu, einen früheren Schluss herbeizuführen; dass nicht Ermüdung
die Ursache gewesen sein kann, beweist der Umstand,
dass V nicht einfach den Schluss der Vorlage herübernahm,
sondern aus einer anderen Kampfbeschreibung für seine Scene
ein Ende suchte und dann selbst erfand; dass V aber kein
Interesse für den weltlichen Stoff gehabt habe, ist deswegen
unwahrscheinlich, weil der Schreiber so bewandert im Gedichte
ist, dass ihm unwillkürlich Verse aus der Erinnerung einfallen,
die er verwerthet: er muss daher die Vorlage mit Aufmerksamkeit
gelesen haben. V war also durch eine äussere Ursache
gezwungen.
Man könnte im Hinblicke auf B vermuthen, M habe für
die Schilderung der Schlacht den Schluss von V benutzt und
B habe in seiner von M stark abweichenden Darstellung jener
Scene das Original bewahrt. Dagegen spricht jedoch vor Allem
der Umstand, dass M an jener Stelle in voller Uebereinstimmung
mit der Hdp. steht und dass diese einen Satz nt totus campus
ex semivivis et mortuis vestiretur überliefert, der wörtlich in M
wiederkehrt.
Auffallend ist, dass der erste Vers, welcher von V und B
— nicht von M — ausgezeichnet wurde, auch von M im neuen
Zusammenhänge verwendet wird. Allein an ein Abirren des
Auges ist bei einer so grossen Anzahl von Versen nicht zu
denken.
Mir erscheint noch immer als das Wahrscheinlichste, dass
die Vorlage von V nicht vollständig war. Dies dürfte auch
1 Vgl. jedoch Weissmann Lesarten.