Die Psychologie, Erkenntniss- und Wissenschaftslehre des Roger Baco.
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derselben; wesentliche Tlieile der Philosophie sind nur die
philosophischen Realdisciplinen. Er fasst dieselben unter die
drei Hauptkategorien der Mathematica, Physicalia, Moralia.
Die Metaphysik wird von ihm als allgemeine Wissenschaft
gefasst, welche die Principien aller übrigen Wissenschaften in
sich schliesse, aber doch zugleich wieder in ein näheres Verhältniss
zu den physikalischen Wissenschaften gesetzt, sofern
sie speciell die Principien in sich schliesst. 1 Das Gebiet der
Metaphysik verengert sich schon dadurch, dass sie bloss theoretische
Wissenschaft ist, und demzufolge einer bestimmten
Hauptclasse der Wissenschaften, nämlich der theoretischen,
sich eingliedert, während dieser Hauptclasse eine andere, jene
der praktischen Wissenschaften nicht bloss gleichberechtiget
gegenübersteht, sondern zufolge des Vorranges der operativen
Thätigkeit vor der rein theoretischen sogar übergeordnet ist.
Uebrigens unterscheidet Baco weiter noch zwischen rein praktischen
Wissenschaften, und zwischen anderen, welche nach
der einen Seite theoretische, nach der anderen aber praktische
Wissensfächer sind. Solche doppelseitige Fächer sind die vier
mathematischen Disciplinen: Geometrie, Arithmetik, Astronomie
und Musik, welche in ihrer Doppelseitigkeit acht Disciplinen
ergeben. Unter den Naturwissenschaften erscheinen die Alchymie
und Medizin unter diesem doppelseitigen Charakter.
In höchstem und vornehmstem Sinne praktische Wissenschaften
sind die Moralphilosophie mit Einschluss des Civilrechtes und
die Theologie mit Einschluss des kanonischen Rechtes, welche
beide auf die höchsten, absoluten Zwecke unseres Erdendaseins
sich beziehen.' 2
1 Exposui grosso modo scientias octo naturales, de quaram natura et proprietatibus
et aliarum scientiarum composui tractatum de metaphysica,
cujus proprium est disting’uere omnes scientias, et dare rationem universalem
de omnibus, quia est communis omnibus rebus et scientiis specialibus,
et in omnes suam influit potestatem. Commun. Natur. I, Pars 1.
dist. 1, c. 2.
2 Specialiter et autonomatice vocantur practicae, quae considerant opera
virtutum et vitii, poenam et gloriam, cujusmodi sunt theologia cum jure
canonico et moralis philosophia cum suo jure civili. Omnes aliae dicuntur
speculativae in comparatione istarum, quia opera principalia, quae valent
homini, sunt ista quae ipsum ordinant in vitam aeternam et retraliunt ab
inferno. Comp. stud. phil., c. 1.