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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 93. Band, (Jahrgang 1879)

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536  Werner.
nicht  allzuferne, 1  sofern  dieser  unter  Verwerfung  einer  Pluralität ­
  der  Ideen  in  Gott  dem  göttlichen  Denken  eine  directe
und  unmittelbare  Beziehung-  auf  das  Einzelne  als  Solches  gibt,
und  die  rhythmisch-musikalischen  Verhältnisse  des  Weltganzen
als  eines  polysymphonischen  Nachhalles  der  absoluten  Harmonie
des  Einen  und  Einigen  göttlichen  Seins  zum  Inhalte  des  göttliehen
  Weltgedankens  macht.  Duns  Scotus,  der  seine  Abkunft
aus  der  Oxforder  Schule  deutlich  zu  erkennen  gibt,  weist  eben
desshalb,  wie  wir  bereits  mehrfach  hervorhoben,  unverkennbar
auf  Baco  zurück;  significante  Kennzeichen  der  gemeinsamen
Schule  sind  das  Interesse  des  Duns  Scotus  an  der  Grammatik
und  seine  mathematische  Schulung;  nur  steht  bei  ihm  das
Interesse  an  der  Grammatik  im  engsten  Zusammenhänge  mit
jenem  an  der  Logik,  und  das  Interesse  an  der  Mathematik
ordnet  sich  jenem  an  der  Ontologie  und  Metaphysik  unter.
Für  ihn  ist  nicht,  wie  für  Baco,  das  quantitative  Sein  oder
die  .Quantität  als  solche,  sondern  das  Sein  als  solches  das  dem
menschlichen  Intellecte  adäquate  Denkobject;  wohl  aber  tritt
in  seinen  Eintheilungen  des  Seienden  die  Quantität  als  die
erste  aller  Accidenzkategorien  und  als  die  Mensur  derselben
in  den  Vordergrund. 2  Daneben  hebt  nun  freilich  Duns  Scotus
auch  den  relativen  Vorzug  der  Qualitätskategorie  vor  der  Quantitätskategorie ­
  hervor, 3  während  Baco  die  Qualitätskategorie
in  den  beiden  Kategorien  der  Substanzialität  und  Quantität
aufgehen  zu  lassen  sich  gewillt  zeigt.
1  Vgl.  uns.  Abhandlung  über  die  Psychologie  und  Erkenntnisslehre  des
Joh.  Bonaventura.  Sitzungsber.  LXXXII.  Bd.,  S.  152  ff.  (Separatabdr.
S.  48  ff.).
2  Ens  dividitur  prima  sui  divisione  in  ens,  quod  non  est  nisi  esse  purum,
et  in  ens,  cui  convenit  esse  seu  quod  habet  esse  ....  Sicut  autem  ens,
cui  convenit-  esse,  est  unum  genus  metaphysicum  ad  decem  praedicamenta,
sic  accidens  universaliter  acceptum  est  genus  metaphysicum.  ad  novem
praedicamenta  accidentium;  et  hoc  genus  dividitur  sicut  alia  duo  jam
dicta  in  accidens,  quod  est  alicujus  simpliciter  absque  alio  addito,  et  hoc
est  quantitas,  et  in  accidens,  quod  est  alicujus  per  aliud  et  sic  per  additum,
  ut  sunt  omnia  alia  accidentia  a  quantitate,  quae  non  insuut  substantiae
  nisi  per  quantitatem.  Rer.  princip.  qu.  19,  art.  1.
3  Substantia  et  est  subjectum  accidentium,  et  est  perfectius  eis,  quia  causa
efficiens.  Quoad  primum  est  in  potentia,  quoad  secundum  actu.  Secundum ­
  primum  quantitas  est  immediatior,  et  secundum  secundum  qualitas.
Theorem.  7.
            
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