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Werner.
590 B er hat noch niut vernomen,
wie daz ros dar was komen
M dannoh ne lieter nit vernomen
wi iz umbe daz ros icas comen.
V des umbe daz ros ivas geseit
' des inhabt er noh f/u uernomen
nieht.
Entscheidung nicht möglich, weil die Quellen diesen Gedanken
nicht geben. Interessant ist die Stelle 652 f. (V 192, 11 M 385),
überhaupt jene ganze Scene, doch da hiebei schon das Quellenverhältnis
in Betracht kommt (Harczyk 149 £), so verweise ich
auf Cap. 4. Dasselbe gilt von Vers 704 (M 457).
Vers 1081 B vnd bergfrid dar stellen M vnde berchfride
stellen V er wolte perfriht stellen. Dass hier nicht eine gemeinsame
Auslassung von MB, sondern ein Misverständnis von
V vorliegt, ist evident, denn M hätte gewiss einen so wohl
gebauten Vers wie der von V .nicht zerstört, da es unde berchfride
stellen schreibt, um nur die vier Hebungen herauszubekommen,
dabei fehlt dann erst noch der Auftact, für den
M doch Vorliebe hat. V dürfte den Vers unsinnigerweise zum
folgenden gezogen haben. — Keine Entscheidung dagegen wage
ich bei der geringen üebereinstimmung in Vers 1102. MB daz
loerc V iz alliz (die Aenderung des gereite von V in bereit B
bereitet M muss unabhängig von einander stattgefunden haben).
Dasselbe gilt von Vers 1161.
V 207, 36
unde liez do mit der
werlte
den ernst sturm wernden
1. werden.
B
daz sy bi der erden
den ersten sturm Hessen
icer den.
M 1239
unde nider an der
erden
hiz er den sturm werden.
Der Reim erden : werden statt werlte : werden lag so nahe, dass
*M und *B darauf kommen mussten, dazu stimmt B an dieser
Stelle wieder ganz besonders genau zu V: Vers 1159. 1160.
1162 VB: M dann 1161, eine Aenderung, die sich gleichsam
selbst aufdrängte, zumal werlt in dieser Bedeutung nicht das
Gewöhnliche ist; es kann da von einem gemeinsamen Fehler
nicht die Rede sein. (Ueber diese Stelle ist schon oben S. 20
gehandelt.)
Unbedeutend ist auch die Üebereinstimmung Vers 1180
und 1182 V al durch MB durch. Dabei gilt vielleicht das zu
Vers 1081 Gesagte; ein solches al von V erscheint auch 1164