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Werner.
nur einen einzigen wahrhaft tüchtigen sachkundigen Gelehrten,
den Robert von Lincoln. 1
Baco macht zur Erhärtung des Urtheiles, welches er auch
noch über die letzten Uebersetzungsarbeiten des Vlamländers
Wilhelm aussprechen zu müssen glaubte, den Umstand geltend,
dass es für die Lateiner ungemein schwierig sei, von Arabern,
Juden und Griechen als Feinden der Christen oder des lateinischen
Kirchenthums correcte und unverfälschte Texte zu erhalten;
und wer zudem auch wegen Mangel an sprachlichen
Kenntnissen von ihnen abhängig sei, sei überdiess noch der
Gefahr ausgesetzt, in der Interpretation correcter Texte durch
falsche Erklärungen getäuscht zu werden. Hier fällt Baco
sichtlich wieder in den Ton der Uebertreibung. Man sieht
nicht ein, welches Interesse die Griechen haben konnten,
Wilhelm durch gefälschte Texte oder unrichtige Interpretationen
des Aristoteles zu täuschen; auch lässt sich an dem
einen oder anderem von Baco angeführten Beispiele von Textcorruption
oder ungeschickter Uebersetzung zeigen, dass er
eine Textcorruption irrig voraussetzt, oder dem Uebersetzer
unbilligen Tadel widerfahren lässt. 2 Richtig ist, dass, so
lange nur arabische Texte benützt werden konnten, die lateini-1
Solus Boethius primus interpres novit plenarie potestatem linguarum. Et
solus dominus Kobertus novit scientias. Op. maj., p. 34. — Aehnlich Comp,
stud. phil., c. 8.
2 Baco glaubt (Op. tert., c. 8), die Aeusserung des Aristoteles in Meteor,
lib. III (p. 372. a, lin. 26), dass eine Iris in den Mondstrahlen nur etwa
zweimal in fünfzig Jahren erscheinen möge, aus einer Entstellung durch
Textcorruption erklären zu müssen; und doch steht diese Aeusserung auch
in dem heutigen, durch genaueste Prüfung der Textüberlieferung festgestellten
Texte. In der aristotelischen Schrift de Plantis lib. II (p. 821. a,
lin. 32 ff.) ist vom ßeXs'vtov die Eede. Die in Spanien aus einem arabischen
Texte angefertigte Uebersetzung setzte für das angeführte griechische
Wort das Wort belenum (spanisch: beleno). Baco (1. c.) bemerkt dazu:
Belenus est hispanicum, et nullus Parisius aut in Anglia potest per
illam translationem sehe, quid est belenum; cum tarnen diligenter quaesivi,
inveni, quod est jusquiamus (französ. jusquiame = hyoscyamos) seu
semen cassilaginis. In Op. maj., p. 34, woselbst er dieselbe Bemängelung
beibringt, fügt er weiter noch bei: Quae sicut multa alia prius ab Ilispanis
seholaribus derisus, cum non intelligebam, quod legebam, ipsis vocabula
linguae maternae scientibus, tandem didici ab eisdem.