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Werner.
Mit Recht konnte übrigens Baco ; weniger vielleicht die ihm
vorliegenden ungenügenden Uebersetzungen des Aristoteles, 1
als vielmehr die derselben sich bedienenden Interpreten des
Aristoteles tadeln, wenn sie neben der Imaginatio und Memoria
nicht auch die Aestimativa und Cogitativa als Vermögen der
Anima sensitiva hervorhoben. Denn in der That ist in der
eben zuvor citirten Stelle des Aristoteles auch von einer oöi;a
und api'irpiq der höher begabten Thiere die Rede, und zwar
im Zusammenhänge mit der Erörterung über das accidentell
auch dem Intellecte zum Gebrauche dienende Gedächtniss der
Anima sensitiva. 2 In seinem Werke über die Seele 3 nennt
Aristoteles das den Thieren (i^wosq) eignende Unterscheidungsvermögen
(y.praz.bv) ein Werk oder Resultat der Stdvoia und cXc()r
l c’.p, schreibt also indirect den höher entwickelten sinnlichen
Lebewesen eine Art Denkvermögen zu. Nur lässt sich nicht
strenge erweisen, dass er dasselbe als besonderes Vermögen
vom sinnlichen Vorstellungsvermögen (Phantasia) habe unterscheiden
wollen, da es bei Aristoteles an Aeusserungen nicht
fehlt, welche eine solche Unterscheidung geradezu auszuschliessen
scheinen. 4
1 Dass die Interpreten mitunter mit Unrecht getadelt wurden, würde sich
vielleicht durch manches Beispiel belegen lassen. So vermuthet z. B.
Albert d. Gr., welcher correctere Uebersetzungen der aristotelischen Schriften
vor sich hatte als Baco, einen Uebersetzungsfeliler in der ihm vorliegenden
lateinischen Uebertragung der Stelle, Anim. III, p. 428 a, lin. 10: Videtur
Aristoteles dicere formicas et apes non habere phantasiam, quod omnino
falsum est; cum talia animalia artificiose operentur casas et provideant in
futurum sibi et operentur in commune. Puto autem non ex vitio esse philosophi,
sed ex vitio translationis, quia translator non intellexit, nullum animalium
quae dixit Aristoteles phantasiam habere, et loco eorum transtulit
formicas et apes, et corrumpit veritatem ex mala translatione. Albert, de
Anima Lib. III, Tract. 1, c. 7.
2 'II os ai r\ tcüv vor]“wv oux ocveu cpavraap.atO!; eonv. ojote toü vooup^vou
xara aup.ßeßrjxb!; av s’{r), xaQ’ oanro Bs tou Teptotou aioOvjTixou. Bio xai izipoiQ
naiv u-apysi tcdv tcocov, xai ou p.o'vov avOpco-oic xai Tot; 'iyouai Bb<-av ^ cppo'vrjcrtv.
Mem. et Reminisc., p. 450 a, lin. 12 ff.
3 De anima III, p. 432 a, lin. 16.
4 Vgl. Anim. III, p. 433 a, lin. 9 ff.: Oaivsiai 8s ys ouo tauta xivouvta, ^
ope^t? voti?, eI ti? TrjV cpavraofav TiOsh) a>? vo7jo(v Tiva * r.oWa yap -apa xrjv
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Xoyiop.be eotiv, aXXa <pavrao(a.